11.01.2015

Herner EV : Füchse Duisburg 2:3

Auswärtssieg in Herne

Einen 3-2 Derbysieg konnten die Füchse am Sonntag in Herne vor 1360 Zuschauern feiern. Freuen wollte sich aufgrund der Verletzung von Diego Hofland jedoch niemand. Im ersten Wechsel des Schlussdrittels wurde der Duisburger von Michel Ackers mit einem Kniecheck niedergestreckt und konnte die Partie nicht fortsetzen. Dies ist auf den Videoaufnahmen auch klar zu erkennen. Die Unparteiischen sahen es jedoch anders und sprachen zum Unverständnis der Duisburger noch nicht einmal eine Strafe dafür aus. Die erste Diagnose vor Ort lautete Meniskus- und Innenbandriss, was das Saisonende für den Stürmer zur Folge gehabt hätte. Nach den MRT-Aufnahmen heute Vormittag konnte glücklicherweise Entwarnung gegeben werden. „Kreuzband und Außenband sind in Ordnung und Innenband und Meniskus sind zumindest nicht gerissen, aber gequetscht. Bei optimalem Heilungsverlauf müsste Diego vier Wochen pausieren und könnte Mitte bzw. Ende Februar wieder eingreifen. Ohne die gute Saisonvorbereitung und die stabile Muskulatur wären Innenband und Meniskus sicher gerissen gewesen. Die nächsten Wochen wird Diego sich bei Ajax Amsterdam den Reha-Maßnahmen unterziehen und dort bestmöglich behandelt werden“, erklärt Physiotherapeut Günter Bruns.
Insgesamt durften die Zuschauer ein weiteres spannendes Derby erleben, in dem die Gastgeber den besseren Start erwischten. Während eines ersten Überzahlspiels verhinderte Füchse-Torhüter Felix Bick mit glänzenden Paraden in der zweiten und in der dritten Spielminute einen frühen Torerfolg der Herner. Danach versuchten sich die Gäste in die Partie zu kämpfen, aber die Fehlerquote war im Auftaktdrittel zu groß um das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Kurz vor Drittelende nutzten die Herner eine Überzahlsituation zum Führungstreffer durch Thomas Dreischer. Im Mitteldrittel erhöhte der Tabellenführer das Tempo, zeigte das gewohnt sichere Kombinationsspiel, senkte die Fehlerquote und setzte die Gastgeber stark unter Druck. Folge waren Tore von Lars Grözinger (28.), Pascal Zerressen (33.) und Noureddine Bettahar (35.), womit die Füchse das Spiel gedreht hatten. Kurz vor der zweiten Pause agierten die Gäste zu offensiv und fingen sich einen unnötigen Konter ein. Das Schiedsrichtergespann war der Ansicht, dass Dennis Fischbuch Gegenspieler Damian Schneider regelwidrig gestoppt hatte und sprach einen Penalty zugunsten der Herner aus. Der Gefaulte konnte die Chance jedoch nicht nutzen und scheiterte an Felix Bick. Acht Sekunden später machte es Damian Schneider besser als er die gesamte Füchse-Defensive um kurvte und auf 2-3 verkürzte. Im Schlussdrittel versäumten es die Duisburger eine Entscheidung herbei zu führen, weshalb es bis zur letzten Sekunde spannend blieb. In dieser letzten Sekunde traf HEV-Stürmer Jiri Svejda noch die Querlatte des Füchse-Tores und hätte somit fast noch die Verlängerung erzwungen. „Wir haben ein schlechtes erstes Drittel gespielt, in dem uns ungewöhnlich viele technische Fehler unterlaufen sind und wir schlechte Entscheidungen getroffen haben. Folglich mussten wir auch im vierten Spiel gegen Herne einem Rückstand hinter her laufen. Im Mitteldrittel hat die Mannschaft deutlich besser gespielt und gezeigt warum 25 von 26 Vorrunden Spielen gewonnen werden konnten. Ärgerlich war der Gegentreffer kurz vor der Pause, der Herne zurück ins Spiel brachte. Das darf uns nicht passieren“, äußerte sich Trainer Matthias Roos zum Derbysieg. Das Schussverhältnis betrug 43:29 zugunsten der Duisburger.

Tore:
1-0 (18:59) Thomas Dreischer (Jiri Svejda, Michel Ackers) 5-4
1-1 (27:46) Lars Grözinger (Maximilian Faber, Sebastian Busch) 5-5
1-2 (32:57) Pascal Zerressen (Dennis Fischbuch, Diego Hofland) 5-5
1-3 (34:44) Noureddine Bettahar (Pascal Zerressen, Raphael Joly) 5-5
2-3 (38:06) Damian Schneider (Sören Hauptig, Alexander Brinkmann) 5-5

Strafminuten:
Herne 10 + 10 (Kreuzmann) // Duisburg 14 + 10 (Neumann)

Zuschauer: 1360

Aufstellung: Bick (Renkewitz) – Neumann, Schmitz; Zerressen, Faber; Pietsch, Walkowiak – Huebscher, Ziolkowski, Joly; Hofland, Fröhlich, Fischbuch; Lascheit, Grözinger, Busch; Bettahar, Pfohl, Meisinger; Schneider, Krämer.