14.12.2014

Füchse Duisburg : Herner EV 7:4

Füchse gewinnen unglaubliches Derby

Die Füchse gewinnen ein unglaubliches Derby gegen den Herner EV mit 7-4. Was sich in der SCANIA-Arena an diesem Abend zugetragen hat, wird wohl keiner der 1186 Zuschauer so schnell vergessen. Beide Mannschaften lieferten sich ein Derby, über das auch in Jahren noch gesprochen werden dürfte. Eines der Spiele, von denen man seinen Enkeln noch erzählen wird!
Was war geschehen? In den ersten vierzig Minuten konnte der Außenseiter aus Herne das Spiel offen gestalten, zeigte sich in den „Special Teams“ effektiver und führte nach zwei Dritteln überraschend, aber nicht unverdient mit 4-1 in der SCANIA-Arena. Alle fünf Tore waren in Über- bzw. Unterzahlsituationen gefallen. Besonders bitter für die Duisburger war das vierte Herner Tor, das bei eigenem „Power Play“ hingenommen werden musste. Trotz eines zu diesem Zeitpunkt ausgeglichenen Schussverhältnisses von 22:22 lag der Tabellenführer mit 1-4 zurück. Der Herner EV hatte am heimischen Gysenberg den Füchsen vor gut vier Wochen die bislang einzige Niederlage zugefügt. Nun sprach alles dafür, dass sich die Duisburger auch erstmals zu Hause geschlagen geben mussten.
Es sollte jedoch anders kommen! Die Gastgeber kamen mit viel Wut im Bauch aus der Kabine und legten die notwendige Entschlossenheit an den Tag um ein verlorenes Spiel noch zu drehen. Als Cornelius Krämer den Puck in der 43. Spielminute über die Torlinie drückte, war dies der Beginn eines sensationellen Comebacks der Füchse. Zwei Minuten später verkürzte Kapitän Dennis Fischbuch bereits auf 3-4. Hernes Trainer Frank Petrozza ahnte vermutlich, was der Abend noch bringen sollte und nahm eine Auszeit. Diese verpuffte jedoch wirkungslos. Die Herner hatten dem Duisburger Sturmlauf nun Nichts mehr entgegenzusetzen und wurden vom Tabellenführer regelrecht zerlegt. In der 48. Spielminute drehten die Hausherren das Derby binnen dreizehn Sekunden durch Tore von Fabio Pfohl und Christoph Ziolkowski in eine 5-4 Führung. Mit dem Gefühl etwas Großes geleistet zu haben spielten die Füchse weiter nach vorn und kamen durch Tore von Kevin Orendorz (52.) und Cornelius Krämer (54.) zu einem 7-4 Derbysieg über den Herner EV. Damit war dem Tabellenführer die Revanche für die Niederlage am Gysenberg gelungen und die Festung SCANIA-Arena erfolgreich verteidigt. „Kompliment an Herne für eine sehr gute Leistung. In den ersten vierzig Minuten haben die Zuschauer eine ausgeglichene Partie gesehen, in die wir uns nach dem frühen Rückstand eigentlich gut zurück gekämpft hatten. Im Mitteldrittel war Herne im Powerplay effektiver als wir, was uns einen 1-4 Rückstand einbrachte. In den letzten zwanzig Minuten hat meine Mannschaft erfahren, was möglich ist, wenn man an sich glaubt – ganz egal wie hoch man zurück liegt. Ich bin stolz auf die Leistung jedes Einzelnen“, so die Worte von Trainer Matthias Roos auf der anschließenden Pressekonferenz. Schlüsselsituationen im Derby waren sicherlich ein harter aber fairer Check von Raphael Joly kurz nach dem ersten Gegentor, der das Team aufweckte, und das Tor zum 2-4 von Cornelius Krämer, das die Aufholjagd einleitete.

Tore:
0-1 (03:43) Stephan Kreuzmann (Jakub Rumpel, Thomas Dreischer) 5-4
1-1 (13:46) Oliver Mebus (Christoph Ziolkowski, Lars Grözinger) 5-4
1-2 (30:57) Damian Schneider (Stephan Kreuzmann, Jakub Rumpel) 5-4
1-3 (33:08) Jakub Rumpel (Thomas Dreischer, Jiri Svejda) 5-4
1-4 (37:51) Jakub Rumpel (Jiri Svejda) 4-5
2-4 (42:55) Cornelius Krämer (Jan Niklas Pietsch, Noureddine Bettahar) 5-5
3-4 (44:56) Dennis Fischbuch (Mike Schmitz, Diego Hofland) 5-5
4-4 (47:13) Fabio Pfohl (Manuel Neumann) 5-5
5-4 (47:26) Christoph Ziolkowski (Andre Huebscher, Raphael Joly) 5-5
6-4 (51:35) Kevin Orendorz (Fabio Pfohl, Diego Hofland) 5-5
7-4 (53:59) Cornelius Krämer (Manuel Neumann, Raphael Joly) 5-4

Strafminuten:
Duisburg 12 + 10 (Neumann) // Herne 12 + 30 (Rumpel)

Zuschauer: 1186

Aufstellung: Klein (Bick) – Neumann, Pfohl; Mebus, Schmitz; Pietsch, Faber; Schmitz – Huebscher, Ziolkowski, Joly; Orendorz, Fischbuch, Hofland; Busch, Fröhlich, Lascheit; Krämer, Grözinger, Bettahar; Schneider.