Füchse Duisburg gewinnen 4:3 in Hannover

Kaputte Lampen sorgen für kurzes Drittel.

Und plötzlich war das Licht aus. Die Spieler brauchten zwar keine Grubenlampe, aber weil in der Eissporthalle in Langenhagen die Lampen in der neutralen Zone ausgingen, musste das Spiel unterbrochen werden. In der 17. Minute schickten die Schiedsrichter die Mannschaften vorzeitig in die Kabine.

Zu diesem Zeitpunkt hatten Raphael Joly und Daniel Kunce die Füchse schon mit 2:0 in Führung 7J5A9316gebracht. Durch einen Doppelschlag in der siebten Minute hatten die Füchse die Scorpions überrascht. Joly war bereits in der ersten Minute mit einer guten Chance aufgefallen. Hannover gelang aber noch vor dem Lichtausfall der Anschlusstreffer. Routinier Andreas Morczinietz traf in der 13. Minute zum 1:2 aus Sicht der Gastgeber.

Das erste Drittel wurde fortgesetzt und so fiel das 2:2 der Scorpions zwar nach der ersten Pause, aber noch in die ersten 20 Minuten. Igor Bacek verwandelte einen Penalty für die Scorpions.

 

In der 35. Minute bestätigte sich ein Trend aus den vorigen Spielen der Vorbereitung: die FüchseEVD-KR-Pietsch01 Duisburg haben torgefährliche Verteidiger. Jan Niklas Pietsch brachte die Füchse wieder in Führung. Sein Schuss von der blauen Linie war möglicherweise noch abgefälscht, der Treffer wurde aber Pietsch gutgeschrieben. Das zweite Drittel war geprägt von einer ganzen Reihe von Strafen gegen beide Teams – die Partie war zerfahren, es gab kaum gute Szenen und weder die Scorpions noch die Füchse erspielten sich gute Szenen. Die größte Chance hatte noch André Huebscher, der aber in eigener Unterzahl einen Alleingang nicht verwerten konnte.

 

Das letzte Drittel begann mit schnellen Toren. Nur 46 Sekunden waren gespielt, da verwertete Chad Niddery ein Zuspiel von Viktor Beck zum 2:4, doch kurz danach stachen die Scorpions wieder zu und verkürzten durch Kim Wikström auf 3:4. Die Füchse waren gerade zu dritt auf dem Eis. Zunächst hatte sich Raphael Joly wegen eines Checks gegen den Kopf eine 5-Minuten-Strafe sowie die folgende Spieldauerdisziplinarstrafe eingehandelt, und auch Noureddine Bettahar saß draußen (Beinstellen). Hannover nutzte die doppelte Überzahl zum Anschluss. Füchse-Trainer Tomas Martinec fand die Strafe gegen Joly zu hart: „Ich muss mir die Szene auf Video anschauen, aber im ersten Drittel gab es bei einem ähnlichen Check gegen Joly nur zwei Minuten.“ Damit war die Geschichte des Spiels auch erzählt, denn große Chancen gab es nicht mehr.

„Wir haben eigentlich gut angefangen“, sagt Martinec. „Bis zum 2:o lief alles nach Plan, dann haben die Jungs aber zu kompliziert gespielt. Es kamen viele Strafen dazu und erst im zweiten Drittel haben wir uns wieder gefangen.“

Am Sonntag sind die Hannover Scorpions zu Gast in der SCANIA-Arena.

Hannover Scorpions – Füchse Duisburg 3:4(2:2, 0:1,1:1)

Tore:

0:1 6:12 Raphael Joly (Noureddine Bettahar, Lukas Gärtner)
0:2 6:34 Julius Bauermeister (Daniel Kunce, Andre Huebscher)
1:2 12:43 Andreas Morczinietz (Überzahl-Tor)
2:2 17:20 Igor Bacek (Penaltyschuss)
2:3 34:58 Jan Niklas Pietsch (Raphael Joly)
2:4 40:46 Chad Niddery (Beck)
3:4 42:35 Kim Wikström (Überzahl 2)

Strafen:
Hannover Scorpions: 16 Minuten
Füchse Duisburg: 43 Minuten (5+Spieldauer Joly)

Zuschauer: 412