Sechs Punkte Wochenende für die Füchse – 5:2 Sieg in Tilburg

In den ersten beiden Auswärtsspielen der Saison mussten die Füchse immer einem ganz frühen Rückstand hinterherlaufen. Doch heute in Tilburg waren die Füchse von der ersten Sekunde an hochkonzentriert. Tilburg erspielte sich zwar in den ersten zwei Minuten direkt zwei gute Chancen, aber Stefaniszin konnte gegen Willemse und van Ooorschot klären. In der 4. Minute gab es dann die erste Strafe gegen die Trappers und nach bereits 18 Sekunden ließ Lars Grözinger die gut 250 mitgereisten Füchse-Fans jubeln. Beide Teams spielten im ersten Spielabschnitt mit hohem Tempo und kamen immer wieder zu guten Torchancen, aber beide Goalies ließen bis zur Drittelpause keine weiteren Gegentreffer zu.

Wie schon im Vorbereitungsspiel in Duisburg hagelte es im Mitteldrittel viele Strafzeiten. In der 21. Minute musste Verkiel auf die Strafbank und 18 Sekunden später holte sich van Gestel, nach bösen Stockschlag gegen Lars Grözinger, eine 5 + Spieldauerstrafe ab. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis konnten die Füchse in der 22. Minute den nächsten Treffer erzielen. Noureddine Bettahar nutzte den Platz auf dem Eis und versenkte den Puck zum 2:0 hinter Oosterwijk. Wir waren weiterhin in der 22. Minute, als Raphael Joly von Hagemeijer einen bösen Bandencheck kassierte. Folgerichtig gab es wieder eine Strafe gegen die Trappers und die Füchse durften wieder in doppelter Überzahl spielen. 60 Sekunden nach Treffer Nr. 2, rächt sich Joly für den Bandencheck mit dem 3:0 für die Füchse. Doch die Füchse hatten noch nicht genug. Lars Grözinger traf in Überzahl zum 4:0. Zwischen dem 2:0 und 4:0 waren nur 108 Sekunden vergangen. In der 33. Minute tauschten Bettahar und DeCoste ein paar Nettigkeiten aus und mussten in die Kühlbox. In der 38. Minute folgte dann der schönste Treffer des Abends. Jordy Verkiel schnappte sich im eigenen Drittel den Puck, ließ die Füchse-Spieler wie Slalomstangen stehen und verlud dann noch Füchse-Goalie Sebastian Stefaniszin. Jetzt drückten die Trappers und konnten 8 Sekunden vor der Pause durch Ryan Collier noch auf 2:4 verkürzen.

Motiviert durch den späten Anschlusstreffer waren die Trappers richtig heiß und warteten schon drei Minuten vor Pausenende am Spielereingang. Zu Beginn des Schlussdrittels gab es direkt zwei Schockmomente für die Füchse. Erst bekam Lars Grözinger in der 46. Minute den Puck ans Kinn und in der 47. Minute musste dann Viktor Beck blutend vom Eis. Nach kurzer Behandlung ging es aber für beide Spieler weiter. Jeder im Stadion wartete auf den Sturmlauf der Trappers, aber die Füchse standen kompakt und ließen kaum Chancen zu. In der 59. Minute nahmen die Trappers dann den Goalie vom Eis, André Huebscher fing einen Pass der Tilburger ab, spielte uneigennützig auf Joly und der musste dann nur noch zum 2:5 Endstand ins leere Tor einschieben. Zwei starke Mitteldrittel bescherten den Füchsen ein Sechs-Punkte Wochenende.
Am kommenden Wochenende geht es für die Füchse nach Erfurt und in der heimischen Scania-Arena erwartet man die Saale Bulls aus Halle.

Tore:
03:38 0:1 Grözinger (Beck, Ziolkowski) PP1
21:18 0:2 Bettahar (Joly, Niddery) PP2
22:18 0:3 Joly (Niddery, Schmidt) PP2
23:06 0:4 Grözinger (Beck, Gärtner) PP1
37:15 1:4 Verkiel (van Biezen)
39:52 2:4 Collier (Bastings, van de Heuvel)
58:28 2:5 Joly (Huebscher, Albrecht) ENG

Strafe: Füchse: 14 – Trappers: 21 + 10 DeCoste + 10 Houkes + Spieldauerstrafe van Gestel

Zuschauer: 1600

Aufstellung Füchse: Stefaniszin (Renkewitz) – Jan-Niklas Pietsch, Finn Walkowiak, Yannis Walch,
Kevin Neumüller, Markus Schmidt, Lukas Gärtner, Mike Schmitz – Danny Albrecht, Lars Grözinger,
Chad Niddery, Julius Bauermeister, Leon Taraschewski, Andre Huebscher, Viktor Beck, Christoph Ziolkowski, Daniel Kunce, Raphael Joly, Noureddine Bettahar

 

Foto: Helga Napiwotzki