Füchse gehen in Essen unter – Deftige 2:9-Niederlage gegen die Moskitos


Das war heute überhaupt nichts von den Füchsen. Bis zur 13. Minute sah es noch so aus, als wenn die Füchse aus der Heimniederlage gegen die Moskitos gelernt hatten. Der EVD war im Vorwärtsgang und die Moskitos gerieten mächtig unter Druck. In der zweiten Minute scheiterten zuerst Joly und Niddery. Im weiteren Verlauf ließen Albrecht (4.), Niddery (5.) und Grözinger (7.) zum Teil dicke Chancen ungenutzt. Daniel Kunce traf in der neunten Minute nur den Pfosten. Das Derby hatte bis dahin alles zu bieten. Tim Brazda und Danny Albrechte tauschten ein paar Nettigkeiten aus und mussten in die Kühlbox (6.). In der 14. Minute jubelten plötzlich die Moskitos. Verwirrung vor dem Tor der Füchse, Andrej Bires schaltete am schnellsten und netzte zum 1:0 ein. Keine 90 Sekunden später schlug es wieder hinter Stefaniszin ein. Bullygewinn der Essener und Kapitän Jan Barta haute den Puck vom Bullykreis in die Maschen. Jetzt war das Spiel auf den Kopf gestellt. In der 17. Minute waren die Füchse in Überzahl, als Füchse-Goalie Stefaniszin den Puck hinter dem eigenen Tor verlor und Andrej Bires zum 3:0 in Unterzahl ins leere Tor einschieben konnte. Damit ging es mit einem 0:3 Rückstand für die Füchse in die Kabine.

Die Füchse hatten zu Beginn des Drittels wieder eine 5-3 Überzahlsituation, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Und es kam wie es kommen musste. Die Moskitos nutzen ihrerseits ihr Überzahlspiel und Andrej Bires traf per Bauerntrick zum 4:0. Damit waren alle Vorgaben wieder über den Haufen geworfen. Kapitän Jan Barta konnte 47 Sekunden sogar noch auf 5:0 erhöhen. Jetzt nahmen die Füchse eine Auszeit und für den heute glückslosen Sebastian Stefaniszin kam Etienne Renkewitz ins Tor. Die Füchse waren jetzt total verunsichert und es lief absolut nichts mehr zusammen. In der 32. Minute musste dann auch Eddi Renkewitz den Puck aus dem Tor holen. Jan Barta machte den Hattrick perfekt und erhöhte auf 6:0. Hoch her ging es in der 35. Minute. Pietsch, Bettahar, Kunce und Grözinger lieferten sich eine handfeste Auseinandersetzung mit Tobias Brazda, Airich, Klein und Lilik. Die Füchse waren in der 36. Minute wieder in Überzahl und die Moskitos trafen per Shorthander zum 7:0. Bires erkämpfte sich den Puck, wartete lange bis Hildebrand einschussbereit frei stand. Pass und drin war der Puck.Bires hatte heute einen Sahnetag erwischt und konnte mit seinem vierten Treffer auf 8:0 für die Moskitos erhöhen. Den ersten Treffer für die Füchse erzielte Viktor Beck in der 38. Minute.

Jetzt hieß es für die Füchse im Schlussabschnitt Schadensbegrenzung zu betreiben und hier nicht zweistellig unterzugehen. Sebastian Stefaniszin ersetzte wieder Etienne Renkewitz. Alexander Schneider traf in der 49. Minute zum 9:1 für Essen. Den Schlusspunkt setzte Viktor Beck 33 Sekunden später, als er zum 9:2 Endstand traf. Jakob Weber geriet in der 51. Minute mit Raphael Joly aneinander und der Essener musste den ganzen Frust einstecken. Hier blieb der Fuchs Sieger, aber Joly wird den Füchsen am kommenden Freitag, auf Grund der Spieldauerstrafe, gegen Preussen Berlin fehlen.

Jetzt müssen die Füchse in dieser Woche ihre Wunden lecken, Analyse betreiben, im Training Gas geben und ab Freitag stärker zurückkommen.

Tore:
13:18 1:0 Bires (Hildebrand, Tobias Brazda)
14:44 2:0 Barta (Velecky)
16:55 3:0 Bires SH1
23:47 4:0 Bires (Hildebrand, Krämer) PP1
23:56 5:0 Barta
31:24 6:0 Barta (Hildebrand, Airich)
33:11 7:0 Hildebrand (Bires, Zink) SH1
35:53 8:0 Bires (Krämer, Gejerhos) PP1
37:28 8:1 Beck (Huebscher, Joly)
48:00 9:1 Schneider (Saccomani, Schüpping)
48:33 9:2 Beck (Neumüller, Ziolkowski)

Strafen: Moskitos 41 +10 Tobis Brazda +10 Airich +20 Weber – Füchse: 31 +10 Bettahar +10 Pietsch +20 Joly

Zuschauer: 1007

Aufstellung Füchse: Stefaniszin (Renkewitz) – Jan-Niklas Pietsch, Finn Walkowiak, Yannis Walch, Kevin Neumüller, Markus Schmidt, Lukas Gärtner, Mike Schmitz – Danny Albrecht, Lars Grözinger, Chad Niddery, Julius Bauermeister, Leon Taraschewski, Andre Huebscher, Viktor Beck, Christoph Ziolkowski, Daniel Kunce, Raphael Joly, Noureddine Bettahar