Penaltykrimi beim 3:2-Sieg in Herne – Füchse holen sich den Extrapunkt

Das erste Drittel begann mit viel Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Der Neuzugang des HEV Hugo Turcotte hatte nach 79 Sekunden die erste Chance des Spiels. In der 2. Minute dann eine ganz dicke Chance für den Herner EV, als Sören Hauptig alleine auf Stefaniszin zu lief und am starken Füchse-Goalie scheiterte. Nach 7 Minuten hatte Lukas Koziol die Führung auf der Kelle, doch auch hier blieb der Schlussmann Sieger. In der 11. Minute dann die Breakchance für die Füchse. Grözinger legte quer auf Meisinger und der lupfte den Puck ans Metall. Die Führung der Herner fiel dann in der 17. Minute. Hauptig gewann das Bully und Giesen hämmerte die Scheibe zum 1:0 in die Maschen. Mit dem knappen Rückstand für die Füchse ging es in die Pause.

Die Herner waren im zweiten Drittel die spielbestimmende Mannschaft und die Füchse kamen nur zu Entlastungsangriffen. Füchse-Goalie Sebastian Stefaniszin musste mehrmals gegen Turcotte, McLeod und Richter in höchster Not eingreifen und hielt die Füchse damit im Spiel. In der 38. Minute durften die Füchse-Fans dann jubeln. Andre Huebscher klaute sich den Puck, scheiterte im ersten Versuch an Wendler und den Abpraller konnte Lars Grözinger zum 1:1 im Tor unterbringen. Mit dem glücklichen Unentschieden ging es zum Pausentee.

Zu Beginn des Schlussdrittels mussten die Füchse direkt eine 3 gegen 5 Unterzahl überstehen. In der 44. Minute waren die Füchse gerade zu viert, als der HEV einen Treffer erzielte. Stürmer Aaron McLeod verwertet die Vorarbeit von Dreischer und Reckers zum 2:1. Jetzt wollten die Füchse den Ausgleich und der ließ nicht lange auf sich warten. In der 48. konnte Wendler einen Schuss von Dominik Meisinger nur abprallen lassen und Lukas Koziol staubte zum 2:2 ab. Es folgten weitere Chancen auf beiden Seiten, aber es fiel kein Tor mehr.

Die Verlängerung gehörte klar den Füchsen, doch auch hier konnte sich Christian Wendler auszeichnen und hielt den Kasten sauber. Die Entscheidung musste im Penaltyschiessen fallen.

Und hier entwickelte sich ein richtiger Krimi. Die Herner begannen mit Aaron McLeod und der traf zum 1:0. Auf Seiten der Füchse lief Marvin Tepper an und ließ Wendler beim 1:1 keine Chance. Hugo Turcotte und Raphael Joly scheiterten. Als dritter Schütze folgte nun Thomas Richter. Sebastian Stefaniszin sah dass er sich den Puck etwas weit vorgelegt hatte, stürmte aus seinem Tor und spitzelte den Puck weg. Jetzt konnte Lukas Koziol alles klar machen, aber auch er konnte den Puck nicht im Tor unterbringen. Jetzt kam es zum Duell zwischen Tepper und McLeod. Beide traten zweimal an und scheiterten. Nun versuchte Lars Grözinger sein Glück und konnte für die Füchse auf 3:2 erhöhen. Auf Seiten des HEV war Thomas Dreischer an der Reihe und konnte zum 3:3 ausgleichen. Lars Grözinger lief erneut an und wieder lagen die Füchse in Front. Thomas Dreischer wollte dann wieder ausgleichen, aber Stefaniszin machte sich ganz breit und so ging der Extrapunkt an die Füchse.

Ein Sonderlob geht heute an Tom Schmitz, der mit seinem Bruder Mike ein starkes Spiel ablieferte.

Bereits heute um 18:30 Uhr geht es für die Füchse weiter, wenn die Hannover Scorpions in der SCANIA-Arena zu Gast sind.

Tore:
16:31 1:0 Giesen (Hauptig)
37:02 1:1 Grözinger (Huebscher, Neumüller)
43:53 2:1 McLeod (Dreischer, Reckers) PP1
47:49 2:2 Koziol (Meisinger, M. Schmitz)
65:00 2:3 Grözinger (Penalty)

Strafen: Herne: 10 – Füchse: 16

Zuschauer: 2274

Aufstellung Füchse: Stefaniszin (Renkewitz) – Finn Walkowiak, Kevin Neumüller, Markus Schmidt, Lukas Gärtner, Mike Schmitz, Tom Schmitz – Lars Grözinger, Leon Taraschewski, Chad Niddery, Dominik Meisinger, Julius Bauermeister, Marvin Tepper, Andre Huebscher, Viktor Beck, Christoph Ziolkowski, Lukas Koziol, Raphael Joly, Noureddine Bettahar