Füchse zeigen Moral und Kampfgeist bei 8:4-Sieg in Berlin – Wochenende wirft seine Schatten voraus

Der Eishockey-Oberligist Füchse Duisburg hat am Sonntagabend auch sein 2. Wochenendspiel gewonnen und setzt die Aufholjagd in der Tabelle fort. Vor 115 Zuschauern im Berliner Wellblechpalast schlug der EVD die heimischen „Akademiker“ von FASS Berlin mit 8:4. Freitagabend hatten die Füchse bereits mit 7:2 zu Hause gegen die Harzer Falken gesiegt.

Die Füchse erwischten zunächst einen Traumstart. Nach nur drei Minuten erzielte Lars Grözinger, nach einem schönen Pass von Raphael Joly, die 1:0-Führung für den EVD. Noch besser kam es, als die Duisburger ihr erstes Unterzahlspiel hatten. Raphael Joly brachte die Duisburger mit einem „Shorthander“ 2:0 in Front. Mit dem gleichen Ergebnis ging ein sehr solides Drittel der Füchse dann auch zu Ende.

Im 2. Drittel fingen sich die Füchse früh eine Strafzeit ein. Ihr 2. Powerplay an diesem Abend verwandelte Matthäs zum 1:2-Anschlusstreffer für die Berliner. Nicht einmal drei Minuten später dann gar der Ausgleich für FASS durch Gläser. Manuel Neumann brachte die Füchse rund fünf Minuten später mit dem zweiten „Shorthander“ an dieser Abend wieder in Front. Doch nach der nächsten unnötigen Strafzeit der Füchse erzielte Duris im Powerplay den Ausgleich für Berlin. Damit nicht genug: Kurz vor Ende des Drittels dann die Führung für Berlin. Leer brachte die Hausherren mit 4:3 in Front. „Wir haben uns im 2. Drittel zu sicher gefühlt. Es gibt aber keine einfachen Spiele in diesem Jahr“, so Füchse-Trainer Lance Nethery rückblickend nach der Partie.

Es dauerte ganze acht Minuten im letzten Drittel bis sich die Füchse vom 2. Drittel erholt hatten. André Huebscher fälschte im 2. Powerplay für die Füchse unhaltbar zum 4:4-Ausgleich ab. In der 51. Minute dann die erneute Führung für die Füchse. Manuel Neumann mit seinem 2. Tor an diesem Abend brachte den EVD wieder in Front. Es war bereits sein 4. Tor an diesem Wochenende. Etwas mehr als drei Minuten später musste Raphael Joly nur noch ins leere Tor schieben. Er wurde mustergültig von André Huebscher bedient. In der letzten Minute versuchten die Berliner nach der Herausnahme ihres Goalies noch einmal alles. Chris St. Jacques erzielte jedoch mit einem Rückhandschuss über die ganze Eisfläche ins verwaiste Tor das 7:4 für die Füchse. Fünf Sekunden vor Schluss erzielte Raphael Joly mit einem herrlichen Alleingang den 8:4-Endstand. Es war das 3. Tor des Kanadiers und das 3. „shorthanded“ Goal für die Füchse an diesem Abend. Ein starker Endspurt im Schlussdrittel mit fünf Toren nach einem Rückstand zeigt die große Moral der Füchse.

Das bevorstehende Woche der Füchse hat es in sich: zwei Topspiele und Geburtstagsfeierlichkeiten stehen an. So geht am Freitag zum Spitzenspiel nach Hamburg zu den Crocodiles, bei denen man nach der Heimniederlage aus dem Oktober noch etwas gutzumachen hat. Am Sonntag steigen dann die Festivitäten zum 25. Geburtstag des EVD und zu „45 Jahren Eishockey in Duisburg“ insgesamt. Garniert wird dieser Feiertag mit dem spannungsgeladenen Derby gegen die Moskitos aus Essen ab 18.30 Uhr. Das genaue Rahmenprogramm rund um die Begegnung geben die Füchse Duisburg im Laufe der Woche bekannt.

FASS Berlin – Füchse Duisburg 4:8 (0:2; 4:1; 0:5)

Tore:
3. Minute – 0:1 Lars Grözinger
6. Minute – 0:2 Raphael Joly
22. Minute – 1:2 Matthäs
25. Minute – 2:2 Gläser
30. Minute – 2:3 Manuel Neumann
34. Minute – 3:3 Duris
37. Minute – 4:3 Leers
48. Minute – 4:4 André Huebscher
51. Minute – 4:5 Manuel Neumann
54. Minute – Raphael Joly
59. Minute – Chris St. Jacques
59. Minute – Raphael Joly

Zuschauer: 115

Aufstellung Füchse: Justin Schrörs (Lucas Di Berardo) – Manuel Neumann, Maik Klingsporn, Norman Martens, Mike Schmitz, Dominik Ochmann, Finn Walkowiak – Raphael Joly, Lars Grözinger, André Huebscher, Viktor Beck, Cornelius Krämer, Björn Barta, Jari Neugebauer, Patrick Klöpper, Lois Spitzner, Marvin Deske