Spielabbruch und auf ein „Neues“: Füchse gegen Moskitos am Dienstag

Am gestrigen Sonntagabend überschlugen sich die Ereignisse im Rahmen des Eishockey-Oberliga-Derbys zwischen den Füchsen Duisburg und den Moskitos aus Essen. Nach den zunächst im Vorfeld der Begegnung stattfindenden Ehrungen zum 25. Geburtstag des EVD,musste das Topspiel der DEB Oberliga Nord nach dem 2. Drittel beim Stand von 2:2 aufgrund von höherer Gewalt abgebrochen werden. Der Abbruch der Begegnung, die bereits am morgigen Dienstag nachgeholt wird, war mit einigen Spannungen zwischen den Verantwortlichen beider Mannschaften verbunden.

Früh gingen die Füchse in der 3. Spielminute durch Marvin Deske am gestrigen Abend in Führung. Dieser Spielstand hatte allerdings nur zwei Minuten Bestand. Erk glich für die Essener aus. Die Duisburger hatten sehr gute Möglichkeiten, aber Staudt im Tor der Moskitos machte einen hervorragenden Job. Erst Chris St. Jacques traf in der 14. Minute wieder zur 2:1-Führung für den EVD. Ein kapitaler Fehler der Füchse kurz vor Drittelende brachte den erneuten Ausgleich für die Moskitos durch Lautenschlager. Das 2. Drittel war sehr ausgeglichen.Viele Strafzeiten auf beiden Seiten brachten keinen Spielfluß in die Begegnung.

Nach Ende der 2.Drittelpause kochten dann die Emotionen hoch. Aufgrund höherer Gewalt wurde plötzlich ein größeres Loch im Eis festgestellt.Während die verantwortlichen Mitarbeiter der Eissporthalle Duisburg versuchten, das Loch zu beseitigen, kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Füchse-Geschäftsführer Sebastian Uckermann und dem Essener Coach Frank Gentges. Auslöser waren das andauernde „Bearbeiten“ der Schiedsrichter durch Gentges und weitere Offizielle der Essener Seite, die wohl einen Spielabbruch provozierten wollen. Als dann den Füchse-Verantwortlichen übermittelt wurde, dass die Essener Spieler durch ihren Coach wohl den Auftrag erhalten haben, das Eis zu „zerstören“, stellte Sebastian Uckermann Herrn Gentges zur Rede. Hierzu Sebastian Uckermann: „Ich bin sehr amüsiert, dass Herr Gentges behauptet, dass ich ihn beleidigt haben soll. Das ist einfach unwahr und schlichtweg eine Unverschämtheit. Vielmehr war es so, dass mehrere Essener Spieler unseren Spielern sagten, dass sie „den Auftrag“ hätten, das Eis zu zerstören, um das Spiel abbrechen zu lassen. Mutmaßlich in der Hoffnung, dass Essen die Punkte für das Spiel zugestanden bekommt. Daraufhin habe ich Herrn Gentges ganz freundlich gebeten, den „Kindergarten“ sein zu lassen und zur Fairness zurückzukehren. Doch ich konnte kaum aussprechen, als Herr Gentges schon begann mich aufs Übelste zu beleidigen. Anhand der Videoaufnahmen zu dem Spiel können wir sogar per Bildmaterial die mutwilligen Eiszerstörungen nachweisen. Aber sei es wie es sei: wir werden es hierbei belassen. Wir wollen sportlich die Essener schlagen und ich freue mich daher auf einen heißen Tanz am Dienstagabend.“

Die Partie wurde sodann durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB), wie bereits angekündigt, am morgigen Dienstagabend neu angesetzt. Die Ansetzung erfolgte nach Festlegung durch den DEB, da die Essener Seite nicht bereit war, noch am Sonntagabend im Einvernehmen einen neuen Spieltermin zu finden, obwohl die DEB-Spielordnung genau das vorsieht.