Füchse Duisburg verlieren in Sonthofen – EVD wird alles daran setzen, am Dienstag die Playoff-Serie zu drehen

– Bradley verlässt Duisburg

Der Eishockey-Oberligist Füchse Duisburg musste auch in seinem 2. Playoff-Viertelfinal-Spiel 2017 eine Niederlage einstecken. Vor 1895 Zuschauern musste der EVD am gestrigen Sonntagabend eine 0:3-Auswärtsniederlage bei den ERC Bulls Sonthofen einstecken. Die Fokussierung der Füchse liegt nun auf Dienstagabend: dann steigt das 3. Spiel der Serie – dieses Mal wieder mit Heimrecht für den EVD. Spielbeginn in der SCANIA-Arena ist um 19.30 Uhr. Tickets, Fanartikel, Essen und Trinken sind bereits ab 17.30 Uhr erhältlich. Für den EVD zählt nur eins: mit den Fans im Rücken das Spiel zu gewinnen, um die Serie zu drehen – denn es gilt Playoff-Eishockey zu spielen.

Die Füchse kamen zwar optimal vorbereitet in Sonthofen an, mussten aber auf einige Spieler verzichten. Neben den gesperrten Cornelius Krämer und Lukas Koziol mussten die Duisburger auch noch auf den kurzfristig erkrankten Norman Martens verzichten. Der EVD fing wieder sehr engagiert an und hatte in den ersten zehn Spielminuten auch einige Möglichkeiten in Führung zu gehen. Doch durch zum Teil unnötige Strafzeiten und den kleinlich pfeifenden Schiedsrichter wurde der anfängliche Spielfluss der Füchse jäh beendet. Das erste 3-5 Unterzahlspiel konnten die Füchse zwar noch gut verteidigen, bei der zweiten 3-5-Situation schlugen die Sonthofener jedoch durch ihren Topscorer Stanley zu. So ging es für Füchse mit einem 0-1-Rückstand in die Kabine. „Wir haben wieder zu viel Unterzahlsituationen gegen uns gehabt. Das kostet immer wieder Kraft. Es waren aber auch einige sehr umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter dabei“, so Füchse-Trainer Reemt Pyka analysierend zum 1. Drittel.

Die Füchse kamen zum 2. Drittel hochmotiviert aufs Eis. Durch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen mussten die Füchse erneut einige Unterzahlsituationen hinnehmen. Trainer Uli Egen erhielt nach einem Disput mit dem Hauptschiedsrichter eine kleine Bankstrafe sowie Spieldauerdisziplinarstrafe. Kollege Reemt Pyka stand fortan nur noch alleine an der Bande der Gästemannschaft. Die Füchse versuchten zwar alles, aber der Torerfolg blieb aus. Es wurde einfach zu wenig Druck auf das Tor der Sonthofener ausgeübt. So blieb es zum Drittelende beim 0:1 aus Sicht der Füchse.

Eine kalte Dusche bekamen die Füchse nach vier Minuten im letzten Drittel. Eine Unachtsamkeit konnten die Sonthofener zur 2:0-Führung nutzten. Dieses 2. Gegentor war für die Füchse der Genickbruch. Zwar versuchte man mit allen Mitteln den Anschlusstreffer zu erzielen, doch ließen sich die Sonthofener diese Führung nicht mehr nehmen. Kurz vor Schluss konnten die Bulls gar noch auf 3:0 erhöhen. „Jetzt müssen wir am Dienstag mit einem Sieg die Serie drehen. Es sind Playoffs, da ist alles möglich. Wir glauben dran und werden es schaffen“, so Füchse Trainer Uli Egen im Vorgriff auf Dienstagabend.

Wie bereits den Medien entnommen werden konnte, gehen der EVD und Stürmer Cody Bradley mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Bradley konfrontierte am vergangenen Donnerstagabend, 24 Stunde vor dem 1. Playoff-Spiel gegen Sonthofen, Füchse-Trainer Uli Egen mit der Forderung, entweder in der 1. Reihe zu spielen oder aber „nach Hause zu fliegen“. Zudem forderte Bradley, sämtliche Überzahlsituation „zu spielen“. Er stellte weiter heraus, dass er mit Abstand der beste Spieler der Mannschaft ist und somit anders zu behandeln sei. Daraufhin war für das Trainergespann Egen/Pyka das Tischtuch hinsichtlich einer weiteren Zusammenarbeit zerschnitten und man entsprach dem Wunsch des Spielers.

ERC Bulls Sonthofen – Füchse Duisburg 3:0 (1:0; 0:0; 2:0)

Tore:
9. Minute – 0:1 Stanley
45. Minute – 0:2 Hadraschek
50. Minute – 0:3 Kronawitter

Zuschauer: 1895

Aufstellung Füchse: Justin Schrörs (Lucas Di Berardo) – Manuel Neumann, Yannis Walch, Dominik Ochmann, Finn Walkowiak, Mike Schmitz, Tom Schmitz – Raphael Joly, Lars Grözinger, André Huebscher, Viktor Beck, Björn Barta, Jari Neugebauer, Patrick Klöpper, Lois Spitzner, Jakub Wiecki, Philip Kuhnekath