Ehemaliger EVD-Spieler Scott Turnbull verstorben

Mit großer Trauer und Bestürzung haben wir erfahren, dass Scott Turnbull, der erste Kanadier, der nach der Neugründung des EV Duisburg für die Füchse gespielt hat, am Freitag im Alter von nur 49 Jahren verstorben ist.

Der schnelle Wiederaufstieg des EVD nach dem Aus des DSV 87 im Jahr 1991 wäre ohne Scott Turnbull kaum denkbar gewesen. Als die Füchse in der fünftklassigen NRW-Liga spielten, schloss er sich dem EVD im Jahr 1992 an und erzielt in gerade einmal 67 Spielen von 1992 bis 1994 89 Tore und 67 Vorlagen und war damit maßgeblich an den Aufstiegen des EV Duisburg in die Regionalliga und in die Oberliga beteiligt. Als der Deutsche Eishockey-Bund die Ligen 1994 im Zuge der DEL-Gründung reformierte, konnte der EVD in der 1. Liga Nord, der damals zweithöchsten Spielklasse, an den Start gehen – auch weil Scott für uns gespielt hat und so außerordentlich erfolgreich war.

Scott Turnbull stammte aus Winnipeg und spielte für die Prince Albert Raiders und die Moose Jaw Warriors in der Western Hockey League, einer der drei großen, bedeutenden Juniorenligen in Kanada. 1989 kam er nach Deutschland, spielte zunächst für den EC Dorsten, ehe er das Trikot des EV Duisburg überstreifte. Später war er als erfolgreicher Golflehrer tätig. Diese Erfahrung nutzte er auch, als er mit seiner Ehefrau Sabine und den Kindern Sofia und Steffen nach Brasilien zog, wo er sich am Aufbau einer Golfanlage beteiligte.

2006 kehrte er nach Winnipeg zurück. In seiner Heimatstadt lebte er bis zuletzt.

Der EV Duisburg wird Scott Turnbull ein ehrendes Andenken bewahren.