Füchse Duisburg vs. ECC Preussen Berlin 3:2

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Füchse Duisburg weiter auf Erfolgskurs

In der Eishockey Oberliga Nord marschieren die Füchse Duisburg weiter an der Tabellenspitze. Am Abend gab es in der KENSTON ARENA einen knappen 3 zu 2 Erfolg gegen den ECC Preussen Berlin. Nach vier Spieltagen sind die Duisburger mit vier Siegen Tabellenführer und aktuell das Maß aller Dinge in der Nord-Oberliga.

Dabei sah es in den ersten beiden Dritteln mau aus für die Füchse Duisburg. Berlin lag mit 2 zu 0 vorne, auch wenn Duisburg deutlich mehr Schüsse aufs Berliner Tor abgaben, aber der Reihe nach.

Im ersten Drittel spielten die Füchse Duisburg zu harmlos. Man hätte annehmen können, sie hätten die Fahrt in den Knochen und nicht die Berliner.

Die hatten in der 7. Spielminute gleich zwei Chancen in Führung zu gehen. Krüger und Rumpel standen kurz vor der Führung für ihr Team.
Duisburg hatte optisch mehr vom Spiel, aber bis zur ersten zwingenden Torchance dauerte es bis zur achten Spielminute, Beally schlenzte knapp über das Tor der Berliner.

„Wir haben zu wenig mit Körper gespielt, waren nicht spritzig genug“, sagte Füchse Trainer Doug Irwin nach dem Spiel zum ersten Drittel.

Folgerichtig nutzte der Berliner Krüger eine Unachtsamkeit in Duisburgs Abwehr zum 1 zu 0 für die Hauptstädter in der 14. Spielminute.

So ging es auch in die erste Drittelpause.

Im zweiten Spielabschnitt übernahmen die Füchse Duisburg dann das Kommando in der KENSTON ARENA. Chancen gab es fast im Minutentakt, nur der Puck wollte einfach nicht ins Tor. Verelst mehrfach, Slanina, Beck Cespiva oder Krämer, alle verzogen knapp oder blieben am guten Berliner Goalie Schmidt hängen.

Besser machten es die Berliner. Einer der wenigen Konter brachte die 2 zu 0 Führung in der 26. Spielminute. Duisburg hatte 18 Schüsse auf das Berliner Tor abgefeuert, musste aber mit einem 0 zu 2 Rückstand ins letzte Drittel gehen.

Wieder sind es die Füchse Duisburg, die das Zepter in die Hand nehmen. Slanina, Hübscher, Barta und Beck haben große Chancen. Zählbares kommt dabei aber nicht heraus.

Ist es heute eines der Spiele, in denen Du einfach keine „Bude“ machst?

Als die Pfiffe der Duisburger Anhänger sich mehrten, war es Viktor Beck mit einem harten, aber platzierten Flachschuss von der blauen Linie, der den Anschlusstreffer brachte. Noch acht Minuten zu spielen. Doch statt den Druck aufrecht zu halten, kassiert Duisburgs Habermann eine Strafe wegen unnötiger Härte. Zwei Minuten zum Durchatmen für die Berliner. Nicht ganz, denn auch Wild muss für die Berliner auf die Strafbank.
In der Überzahl-Situation spielen die Füchse Duisburg die Berliner schwindelig. Am Ende ist es Slanina, nach einem Traumpass von Beck, der den Ausgleich markiert.

Die Stimmung brodelt in der KENSTON ARENA. Geht da vielleicht noch mehr?
Die Antwort ist: JA! Genau drei Minuten vor dem Ende ist es der Kapitän, der den Führungstreffer für die Füchse Duisburg erzielt. Barta mit dem 3 zu 2, die Messe schien gelesen.

Denkste! 1:47 Minuten vor dem Ende gab es eine Strafe gegen Duisburg.

Berlin versucht alles, bei 5 gegen 4 können die Duisburger aber immer wieder den Puck aus dem eigenen Drittel befördern. Letzte Maßnahme des Berliner Coaches David Haas, Torwart raus. Sechs Berliner gegen vier Duisburger!
Vier Sekunden vor dem Ende rutscht der Puck dann über die Duisburger Torlinie.
Ausgleich? Nein! Schiedsrichter Wentingmann hatte deutlich vor dem Tor die Partie per Pfiff unterbrochen. Das Tor konnte nicht zählen, trotz der verständlichen Proteste der Berliner.

Am Ende ein glücklicher Sieg für die Füchse Duisburg, die niemals aufgegeben haben.

„Mit viel Druck und Geduld haben wir die Partie gedreht“, resümierte ein erleichterter Füchse Trainer Doug Irwin.

Auch der Berliner Trainer war mit seinen Jungs zufrieden: „Sie haben den Matchplan gut umgesetzt und 52 Minuten hat es auch geklappt. Duisburg ist eine starke Mannschaft, da werden Fehler brutal bestraft!“

Nächsten Freitag um 20 Uhr gibt es das Spitzenspiel unserer Füchse Duisburg beim Oberliga-Meister Tilburg Trappers.
Das nächste Heimspiel ist dann am Sonntag drauf, 18:30 Uhr in der KENSTON ARENA!

Füchse Duisburg – ECC Preussen Berlin 3 : 2 (0:1;0:1;3:0)

14. Minute – 0:1 Krüger (Matthäs/Rumpel)
26. Minute – 0:2 Rabbani (Ogorzelec/Gibbons)
52. Minute – 1:2 Beck (Walkowiak/Berzins)
56. Minute – 2:2 Slanina (Beck/Cespiva)
58. Minute – 3:2 Barta (Walch)

Strafen: Duisburg 6 – Berlin 8

Zuschauer: 1118

Aufstellung Füchse: Christoph Mathis (Etienne Renkewitz) – David Cespiva, Mike Schmitz, Thomas Ziolkowski, Aaron Beally, Yannis Walch, Finn Walkowiak – Lars Grözinger, André Huebscher, Elias Bjuhr, Armands Berzins, Marco Habermann, Björn Barta, Robin Slanina, Sam Verelst, Jari Neugebauer, Viktor Beck, Cornelius Krämer