Füchse Duisburg vs. Rostock Piranhas 5:4

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Füchse Duisburg mit Zittersieg gegen Rostock Piranhas

In der DEB Eishockey Oberliga Nord haben die Füchse Duisburg knapper als erwartet gegen die Piranhas aus Rostock gewonnen. Am Ende stand ein 5 zu 4 Sieg für Duisburg auf der Anzeigetafel in der KENSTON ARENA. Die gut 1100 Zuschauer sahen ein Spiel mit zwei Gesichtern. Bis zur Hälfte der Partie war es ein sehr einseitiges Spiel. Duisburg hätte fünf, gar sechs zu Null führen müssen. Doch es stand nur 2 zu 0, die gefährlichste Führung im Eishockey, laut Ex-Trainer Rico Rossi.

Doch der Reihe nach. Im ersten Drittel hagelte es Chancen im Minutentakt für die Füchse Duisburg. Verelst, Joly, Habermann und nochmal Joly eröffneten den Chancenreigen. Von Rostock nur wenig zu sehen. Es war eher Power-Play bei 5 gegen 5. Es dauerte aber bis zur 14. Spielminute, ehe Björn Barta nach schöner Kombination mit Verelst und Habermann den Bann gebrochen hatte. Sein Schuss schlug genau in den Giebel ein, ein maßgenauer Treffer, der Marke sehenswert! Nach einem Fehler von Schmitz in der Abwehr hatten dann auch die Rostocker ihre erste gute Torchance, Lemmer verzog aber. Im Gegenzug Duisburg wieder mit Power-Play. Fin Walkowiak schlenzt den Puck hoch vor den Rostocker Kasten, keiner kommt mehr dran und Niko Stark im Tor der Rostocker war die Sicht verdeckt – 2 zu 0 für die Füchse Duisburg in der 18. Spielminute. Noch bis zur ersten Sirene zauberte die 4. Reihe und Beck nagelt den Puck an den Pfosten, doch es blieb beim 2 zu 0.

Der zweite Spielabschnitt begann mit einer Überzahl für Duisburg. Wieder flogen die Pucks entweder knapp drüber oder vorbei. Verelst, Krämer, Hübscher, Joly und Slanina fehlte das Quäntchen Glück, oder die nötige Konzentration und Entschlossenheit vor dem Tor. Dann der Bruch im kompletten Spiel. „Wir haben Rostock selbst ins Spiel gebracht. Waren zu lässig und haben viel zu viele Chancen liegen gelassen“, resümierte Füchse Trainer Doug Irwin nach dem Spiel. In der 31. Spielminute ein erstes Lebenszeichen der Rostocker. Tomas Kurka prüft den guten Christoph Mathis im Duisburger Tor mit einer Einzelaktion. Dann eine Minute später der Doppelpack für Rostock. Aus dem Nichts wird das tranige und schlafmützige Spiel der Duisburger bestraft. Dörner und Kurka sorgen in wenigen Sekunden für den Ausgleich. Damit aber nicht genug. In der 35. Spielminute geht Rostock sogar mit 3 zu 2 in Führung. Lemmer legt den Duisburgern das Kuckucksei ins Nest. Füchse-Trainer Doug Irwin straft die Reihe mit Slanina, Beck und Berzins ab, setzt sie bis zum Ende des zweiten Drittels nicht mehr ein. Die Füchse werden giftig und kommen durch Coco Krämer noch vor der zweiten Drittelpause zum 3 zu 3 Ausgleich.

Im letzten Spielabschnitt stellt Irwin nochmals um. Hübscher, Beck und Grözinger bekommen eine Denkpause, Joly geht in die Reihe mit Slanina und Berzins. Die Anfangsphase des Schlussdrittels gehört wieder den Duisburgern. Besonders die vierte Reihe verdient sich Lorbeeren, leider ohne zählbaren Erfolg. Das Tor erzielt dann aber Rostock. Wieder ist es Lemmer, der von außen vor das Duisburger Tor zieht und Mathis keine Chance lässt. Noch gut 10 Minuten zu spielen und Duisburg wirft alles nach vorne. „Wir haben Charakter gezeigt. Besonders die vierte Reihe war wieder top. Das zweite Spiel in Folge sind sie unsere beste Reihe“, lässt Irwin Kritik an einzelnen Spielern herausklingen. Krämer trifft die Latte, Cespiva den Pfosten, Verelst drückt den Puck dann zum 4 zu 4 über die Linie. Wiederholt sich der Ausgang, wie im Spiel gegen Berlin? Die Antwort ist ja! Drei Minuten vor dem Spielende ist es Robin Slanina, der den Siegtreffer für die Füchse Duisburg erzielt. Die letzten 25 Sekunden setzt Rostocks Trainer Kenneth Latta alles auf eine Karte, in Überzahl nimmt er den Torwart raus und mit 6 gegen 4 versuchen die Piranhas die Verlängerung zu erzwingen – vergebens! Am Ende steht ein glücklicher 5 zu 4 Sieg für die Füchse Duisburg zu Buche.

„Wir haben den Sieg verschenkt. Duisburg hat unsere Fehler brutal bestraft. Wir sind jung und werden aus dem Spiel lernen“, wünscht sich Latta schon am Sonntag ein anderes Ergebnis. Der Gegner ist wieder Füchse Duisburg. Doug Irwin wünscht sich dagegen, mehr von einigen seiner Akteure. „Wenn wir mal 60 Minuten Eishockey spielen, schlagen wir jede Mannschaft in der Liga“, gibt sich Irwin angriffslustig nach dem Spiel.

Das Spiel am Sonntag aus Rostock übertragen wir live per Internet im Füchse-Radio.

Füchse Duisburg – Rostock Piranhas 5 : 4 (2:0;1:3;2:1)

14. Minute – 1:0 Barta (Verelst/Habermann)
18. Minute – 2:0 Walkowiak (Grözinger)
32. Minute – 2:1 Dörner (Piehler)
32. Minute – 2:2 Kurka (Koopmann/Lemmer)
35. Minute – 2:3 Lemmer (Koopmann/Teljukin)
39. Minute – 3:3 Krämer (Neugebauer)
49. Minute – 3:4 Lemmer (Piehler/Kohlstrunk)
56. Minute – 4:4 Verelst (Walch/Barta)
57. Minute – 5:4 Slanina (Joly)

Strafen: Duisburg 2 – Rostock 6 + 10 (Kohlstrunk)

Zuschauer: 1126

Aufstellung Füchse: Christoph Mathis (Philip Lehr) – David Cespiva, Mike Schmitz, Thomas Ziolkowski, Aaron Beally, Yannis Walch, Finn Walkowiak, Marius Nägele – Lars Grözinger, Raphael Joly, André Huebscher, Armands Berzins, Marco Habermann, Björn Barta, Robin Slanina, Sam Verelst, Jari Neugebauer, Viktor Beck, Cornelius Krämer, Dennis Gulda