Herner EV vs. Füchse Duisburg 4:1

Füchse Duisburg mit dritter Niederlage in Folge

Mit 4 zu 1 verlieren die Füchse Duisburg in der Oberliga Nord beim Herner EV. Vier Tore in drei Spielen sind einfach zu wenig. Die Standortbestimmung ging fürchterlich in die Hose.

Vorweg, ALLE durften wieder ran! Vier Reihen, aber nur die Joly, Huebscher, Grözinger Reihe durfte zusammen spielen, sonst wurde bunt gemischt von Füchse Trainer Doug Irwin. Die ersten beiden Minuten machte Duisburg Dampf. Slanina, mit Barta und Verelst in einer Reihe, mit einem ersten Warnschuss. Direkt im nächsten Wechsel zeigten Grözinger und Huebscher, dass sie gewillt waren, ihr Scorerkonto zu erhöhen. Der erste Schuss der Herner landete dann aber direkt im Kasten von Christoph Mathis. Ein Schuss von der blauen Linie wurde von Snetsinger abgefälscht. Die Duisburger beschwerten sich über einen „Hohen Stock“, doch vergebens, Schiedsrichter Naust gab den Treffer.

Im weiteren Spielverlauf gab es zwei Strafen gegen die Füchse, in der 11. Und 14. Spielminute. Zum Glück klappte das Unterzahlspiel und Herne konnte nicht erhöhen. Noch nicht! Zuvor gab es noch zahlreiche Chancen auf Duisburger Seite. Das Problem momentan – Duisburg trifft eher Verwandte als Tore! Viele Schüsse streifen knapp am Tor von Weidekamp vorbei.

„Ich bin mit dem ersten Drittel nicht unzufrieden“, sagte Füchse Trainer Doug Irwin nach dem Spiel in der Pressekonferenz. „Meine Jungs haben da alles gegeben. Wir kassieren aber zu leichte Tore!“ So auch in der 20. Spielminute! Albrecht spielte einen schönen Pass auf Marsall, der läuft mit Tempo allein gegen Walkowiak, tanzt ihn aus und zieht vor Mathis ab – Tor für Herne, 24 Sekunden vor dem Drittelende. „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen“, meinte HEV Trainer Frank Petrozza. „Duisburg war unter Druck und das wollten wir ausnutzen!“

Gesagt getan, gleich zu Beginn des zweiten Drittels erhöht McLeod auf 3 zu 0 für Herne! Wieder so ein undankbarer Moment gegen Duisburg. Die Füchse reagierten aber nicht geschockt. Die alte erste Reihe zeigte ein paar brauchbare Wechsel und belohnte sich in der 23. Spielminute mit dem Anschlusstreffer zum 1 zu 3 durch Grözinger. In der 30. Minute hatte Joly die Riesenchance auf 2 zu 3 zu verkürzen. Er lässt den Verteidiger stehen und läuft alleine auf Weidekamp zu. Der hält den ersten Schuss und auch den Nachschuss, den Joly noch selbst nimmt. Ein Joly in Normalform macht solche Dinger! Leider merkt man ihm seinen Trainingsrückstand doch all zu sehr an.

Im letzten Spielabschnitt gab es Chancen hüben wie drüben. Doch der Puck wollte bei den Duisburgern einfach nicht rein. Auch Herne mühte sich vergebens. Erst als Duisburg den Torwart rausnahm und einen weiteren Stürmer brachte, gab es den Puckverlust und das „Empty Net Goal“ für Herne. Torschütze war erneut Marsall.

„Wir haben 40 Schüsse auf das Herner Tor abgegeben, aber nur einmal getroffen“, beklagt sich Füchse Trainer Doug Irwin über die Leistung seiner Stürmer. Er kann die Tore nicht schießen, was soll er machen?

„Meine Jungs haben super gespielt“, lobt Frank Petrozza seine Mannschaft. „Sie haben 60 Minuten alles so gemacht, wie besprochen. Das macht einen Trainer stolz!“

Für Duisburg heißt es so schnell wie möglich die Kurve kriegen! Freitag kommt Halle in die KENSTON ARENA! Sonntag geht es nach Erfurt! Die Zeit der Ausreden ist vorbei, jetzt müssen Taten folgen!!!

Herner EV – Füchse Duisburg 4 : 1 (2:0;1:1;1:0)

2. Minute – 1:0 Snetsinger
20. Minute – 2:0 Marsall (Albrecht)
22. Minute – 3:0 McLoad (Eickmann)
23. Minute – 3:1 Grözinger (Joly/Huebscher)
59. Minute – 4:1 Marsall (Eickmann)

Zuschauer: 1913

Strafen: Herne 4 – Duisburg 8 + 10 (Huebscher)

Aufstellung Füchse: Christoph Mathis, (Philip Lehr) – David Cespiva, Mike Schmitz, Thomas Ziolkowski, Yannis Walch, Finn Walkowiak, Marius Nägele, Aron Beally – Lars Grözinger, Raphael Joly, André Huebscher, Armands Berzins, Marco Habermann, Björn Barta, Robin Slanina, Viktor Beck, Sam Verelst, Jari Neugebauer, Cornelius Krämer, Dennis Gulda