Crocodiles Hamburg vs. Füchse Duisburg 3:5

Füchse Duisburg beweisen Moral beim Sieg in Hamburg

Nach Rückstand, Füchse drehen im letzten Drittel das Spiel bei den Crocodiles und gewinnen verdient mit 5 zu 3.

Nach Hexenschuss, Cespiva hat sich beim Samstags-Training einen Nerv eingeklemmt und musste in Hamburg passen.

Nach Freitag, Duisburg zeigt sich kämpferisch und macht einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung.

Ein Dutzend Fans aus Duisburg hatten sich auf den Weg in die Hamburger Eishalle gemacht.
Von Beginn an sahen sie eine Duisburger Mannschaft, die sich bemühte und sich auch optisch einen Vorteil verschaffte.

Die Füchse kamen besser ins Spiel und hatten schon ab der dritten Spielminute eine Überzahl-Situation. Noch etwas zu verhalten und zu statisch verpuffte diese Möglichkeit.

In den ersten zehn Minuten hatten die Füchse Duisburg mehr vom Spiel, doch Zählbares sollte noch nicht herausspringen.

Danach verlor Duisburg allerdings den Faden. Der sehr kleinlich pfeifende Schiedsrichter stellte einen Duisburger nach dem anderen vom Eis. Dazu gab es noch Disziplinarstrafen gegen Berzins und Huebscher.

Hamburg fast dauerhaft in Überzahl. Immer wieder versuchte es Schubert von der blauen Linie, doch Duisburg zeigte ein gutes Unterzahlspiel und konnte sich immer wieder befreien.

„Die Niederlage schmerzt“, sagte Herbert Hohenberger nach dem Spiel, „Im ersten Drittel hätten wir mehr daraus machen können!“

Auch Füchse Trainer Doug Irwin sah darin den Schlüssel des Spiels: „ Die lange Unterzahl, auch 5 gegen 3, haben wir gut überstanden. Wir haben auf unsere Chancen gewartet und die kamen dann ja auch.“
Doch zunächst ging es torlos ins zweite Drittel.

Kurios vor dem Bully zum zweiten Drittel, vier Hamburger hatten die Uhr nicht im Auge und kamen zu spät. Da sie in Hamburg über das Eis zur Spielerbank müssen, gab es eine Bankstrafe gegen die Hanseaten. Glück für Duisburg, saß Huebscher doch noch 1:52 Minuten auf der Strafbank.

So gab es keine Überzahl für Hamburg, aber die größte Chance des Spiels gab es schon. Verelst legt auf Barta, der hat das leere Tor vor sich und zieht rechts am Kasten vorbei. Es ging hin und her, weiterhin mit einem leichten Chancenplus für Duisburg.

Doch es musste eine Strafe der Hamburger her, um für Duisburg die Führung zu bringen.

Grözinger zieht aus kurzer Distanz ab und trifft, sehr zur Freude der Füchse.
Die Freude währte aber nicht lange. Als Berzins für Duisburg auf der Strafbank saß schaffte Hamburg es dann doch endlich auch mal in Überzahl zu treffen.
1 zu 1 nach knapp der Hälfte der Spielzeit.

Keine zwei Angriffe später ging Duisburg wieder in Führung. Verelst fährt über die linke Seite ins Hamburger Verteidigungsdrittel, zieht zur Grundlinie und sorgt mit einem wahren Kunstschuss zum 2 zu 1. Hamburgs Schlussmann hatte die kurze Ecke zwar zu gemacht, zwischen Pfosten, Helm und Schulter passte aber genau noch ein Puck und zwar ganz genau!

Wieder bringen Strafzeiten die Füchse aus dem Tritt. Als dann noch ein Hamburger Konter nur mit einem Foul gestoppt werden konnte gab es Penalty für Hamburg.

Zuralev gegen Mathis! Sehenswert lässt der Hamburger Stürmer unseren Goalie aussteigen – Ausgleich!

Nur kurz danach handelt sich Berzins erneut eine Strafe ein.
Armands hatte noch nicht mal Platz genommen, da konnte er schon wieder zurück aufs Eis. Das ging schnell. Bully gewonnen für Hamburg, Querpass und der Ex-Duisburger Norman Martens hämmert den Puck ins Füchse Tor.

Rückstand nach dem zweiten Drittel, zu viele Strafen und zu viele Chancen, die ungenutzt blieben.

„Ich denke, wenn wir unsere Chancen nutzen würden, hatten wir drei oder vier zu eins nach dem zweiten Drittel führen müssen“, trauerte Füchse Trainer Doug Irwin den guten Torchancen nach.

Hamburgs Coach Herbert Hohenberger lobte sein Gegenüber: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, waren taktisch gut eingestellt gegen Duisburg. Doug hat aber im letzten Drittel ein Rezept gefunden uns zu bezwingen!“

Besonders die erste Reihe mit Joly, Huebscher und Grözinger fuhren Wechsel, bei denen Hamburg phasenweise gar nicht an den Puck kam. So war es auch den Spielern zuzuschreiben, dass Duisburg das Spiel noch drehte.

Zunächst schloss Joly eine schöne Kombination in Überzahl mit einem strammen Schlagschuss aus sieben acht Metern unhaltbar für Kristian ab.

Nur zwei Minuten später das schönste Tor des Tages. Lars Grözinger spielt zwei Hamburger Verteidiger aus und überwindet mit der Rückhand den guten Hamburger Goalie. Tolles Solo vom Duisburger Stürmer, der immer besser wird, was auch für seine Kollegen aus der Reihe gilt.

4 zu 3 für die Füchse, aber noch 12 Minuten zu spielen.

Duisburg blieb aber spielbestimmend und vor allem von der Strafbank weg!

Als Hohenberger seinen Torwart herausnahm klärt Joly den Puck auf Huebscher in der neutralen Zone. Nägele folgt Huebscher, der noch von einem Hamburger attackiert wird. Sein Pass kommt aber trotzdem auf den Verteidiger und Nägele schiebt den Puck ins leere Hamburger Tor zum 5 zu 3 Endstand.

„Wir haben tolle Moral bewiesen“, zeigte sich Füchse Trainer Doug Irwin nach Spielende zufrieden über die drei Punkte aus Hamburg. „Wir haben clever gespielt. Lars hat ein tolles Tor gemacht zum 4 zu 3, das war die Entscheidung. Der Sieg bringt Selbstvertrauen“, meinte Irwin und fügte hinzu, dass dies alles nur Vorbereitung auf die Play Offs sei!

Seine Mannschaft habe einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und trotzdem noch viel Potential.
Nächstes Wochenende gilt es einen klaren Kopf zu behalten. Die Spiele in Berlin und gegen Timmendorf dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Da sollte auch der Punktverlust der Tilburger in Berlin Warnung genug für die Füchse Duisburg sein.

Freitag sind wir wie immer live in Berlin dabei!
Sonntag um 18:30 Uhr kommen die Beach Boys in die KENSTON ARENA.

Zuschauer 1533

Hamburg Crocodiles – Füchse Duisburg 3 : 5 (0:0;3:2;0:3)

27. Minute – 0:1 Grözinger
29. Minute – 1:1 McGowan (Martens)
29. Minute – 1:2 Verelst
33. Minute – 2:2 Zuralev
35. Minute – 3:2 Martens (Schubert)
46. Minute – 3:3 Joly (Ziolkowski/Hubscher)
48. Minute – 3:4 Grözinger
57. Minute – 3:5 Nägele (Hubscher/Joly) Empty Net

Strafen: Hamburg 10 – Duisburg 16 + 10 Disz. (Berzins) + 10 Disz. (Huebscher)

Aufstellung Füchse: Christoph Mathis, (Philip Lehr) – Mike Schmitz, Thomas Ziolkowski, Yannis Walch, Finn Walkowiak, Marius Nägele, Aron Beally – Lars Grözinger, Raphael Joly, André Huebscher, Armands Berzins, Marco Habermann, Björn Barta, Robin Slanina, Viktor Beck, Sam Verelst, Jari Neugebauer, Cornelius Krämer, Marco Clemens