Frank Petrozza wird neuer Cheftrainer und sportlicher Leiter der Füchse Duisburg

Der Eishockey-Oberligist Füchse Duisburg hat nach der Trennung von Doug Irwin die Position des Cheftrainer und sportlichen Leiters neu besetzt. So wird mit Frank Petrozza, 47, ein alter Bekannter in Duisburg ab sofort Cheftrainer der Füchse Duisburg. Petrozza, der zuletzt über fünf Jahre als Headcoach und sportlicher Leiter beim Ligakonkurrenten aus Herne tätig gewesen ist, wird neben der Trainerposition auch die Rolle des sportlichen Leiters bekleiden. Der Vertrag des neuen Cheftrainers ist zunächst, ligenunabhängig, bis zum Ende der kommenden Saison befristet. Assistiert wird Frank Petrozza von Reemt Pyka, der bereits in der laufenden Saison zunächst als Co-Trainer und dann als Cheftrainer nach der Trennung von Doug Irwin fungiert hat.

Viele Fanherzen in Duisburg werden bei dem Namen Frank Petrozza sicherlich höher schlagen. Als EVD-Publikumsliebling konnte er als Spieler, mit Unterbrechungen, zwischen 1997 und 2005 in 183 Partien für den EVD sage und schreibe 368 Punkte erzielen. Der im kanadischen Toronto geborene und mittlerweile mit deutschem Pass ausgestattete gebürtige Italo-Kanadier Petrozza begann seine europäische Spielerlaufbahn 1991 in Kitzbühel (Österreich). Nach einer weiteren Station im italienischen Bruneck setzte Petrozza von da an seine Karriere ausschließlich in Deutschlands Eishockeyligen fort. Hier spielte er in der 2. bis zur 4. Spielklasse neben dem EVD noch für Stuttgart, Deggendorf, Limburg, Braunlage, Selb, Kempten, Herne, Heilbronn, Essen und Dortmund. Insgesamt brachte es der 1,78 m große Petrozza in 700 Seniorenspielen auf 1229 Punkte.

Nach Beendigung seiner Spielerkarriere blieb Frank Petrozza dem deutschen Eishockey treu und fungierte ab 2012 zunächst als Manager und sportlicher Leiter sowie in den letzten 4 Jahren als Headcoach des Duisburger Ligarivalen aus Herne. Herausragend hierbei war der Gewinn der Vorrundenmeisterschaft in der vergangenen Spielzeit.

Frank Petrozza wird in Personalunion auch als sportlicher Leiter der Füchse Duisburg agieren. Co-Trainer Reemt Pyka wird an dieser Stelle weiterhin seine enormen Erfahrungen mit einbringen und dem neuen Cheftrainer umfassend zur Seite stehen. Unterstützt wird das Trainerteam durch den rechtlichen und administrativen Bereich der KENSTON Sport GmbH, sodass gerade Frank Petrozza als sportlichen Leiter keine Verwaltungs- und Vertragsgestaltungsaufgaben treffen werden.

Die Geschäftsleitung der KENSTON Sport GmbH zur aktuellen Trainersituation bei den Füchsen Duisburg: „Nach der Trennung von Doug Irwin haben wir von Beginn an offen kommuniziert, dass bei der Neubesetzung der Cheftrainer-Position mit höchster Sorgfalt vorgegangen und es keine Schnellschüsse geben wird. Zudem muss der neue Headcoach perfekt nach Duisburg passen. Daher freuen wir uns mit Frank Petrozza die aus unserer Sicht beste Lösung präsentieren zu können. Frank war unsere absoluter Wunschkandidat. Daher haben wir uns auch intensiv um ihn bemüht. Von Vorteil war hierbei sicherlich, dass wir mit Frank schon seit Jahren, aufgrund seiner großen Duisburger Vergangenheit, freundschaftlich verbunden sind. Leider sind wir aus unterschiedlichen Gründen jedoch nie zusammengekommen. Im Vorfeld der Verhandlungen sind wir sehr transparent auf die Herner Führung zugegangen und haben unser Interesse entsprechend mitgeteilt. Aufgrund der vertraglichen Situation zwischen Frank Petrozza und Herne hatten wir allerdings überhaupt keine Einflussmöglichkeiten. Hätte Herne also Frank nicht freigegeben, hätten wir hiergegen nichts weiter tun können. Somit konnte diese Angelegenheit nur zwischen Frank und Herne geklärt werden. Eine Ablösezahlung ist hierbei durch uns nicht erfolgt. Frank steht für Tatkraft, Charakterstärke, Motivation, taktische Finesse und absolute Identifikation – genau deshalb wollten wir ihn unbedingt haben. Wir wollen aufsteigen und das will Frank auch. Deshalb will er die Chance in Duisburg nutzen. Für uns war er zudem sehr wichtig, dass Frank, zumindest während einer Oberligazugehörigkeit, auch die Funktion des sportlichen Leiters übernimmt. Denn für uns müssen an dieser Stelle Trainer und sportlicher Leiter in einer Person gebündelt sein, damit eine einheitliche sportliche Ausrichtung erfolgen kann. Daher wird Reemt Pyka als Co-Trainer weiterhin ebenfalls eine große Verantwortung übernehmen, um mit dem neuen sportlichen Chef im ständigen, intensiven Austausch über die Entwicklung der Mannschaft und der einzelnen Spieler zu sein. An dieser Stelle gilt ein großer Dank auch an Reemt „Remy“ Pyka, der uns ein weiteres Mal in einer recht schwierigen Lage als Chef-Trainer ausgeholfen hat. Die Neuverpflichtung von Frank Petrozza hat absolut nichts mit den Qualitäten oder der Person von Remy zu tun. Wir wollen aber mit einem starken Trainergespann unsere bekannte Zielsetzung endlich verwirklichen. Frank Petrozza wird bereits am morgigen Dienstag der Mannschaft vorgestellt und anschließend seine erste Trainingseinheit leiten. Am Freitagabend im Heimspiel gegen Erfurt wird er zudem erstmalig als Hauptverantwortlicher an der Duisburger Bande stehen.“

Frank Petrozza zu seinem Wechsel zu den Füchsen Duisburg: „Mein Traum war immer in Duisburg zu arbeiten. Hier habe ich meine Frau kennengelernt und geheiratet. Meine Tochter Sophia ist hier geboren worden. Es war daher immer ein Traum hierhin als Trainer zurückzukehren. Ich will immer das Maximum erreichen und alles gewinnen. Deshalb wollte ich das Angebot aus Duisburg sofort annehmen. Duisburg ist hochprofessionell geführt und will aufsteigen. Das will ich auch. Wer in Duisburg arbeitet, weiß, dass Druck besteht und nur der Aufstieg zählt. Somit weiß ich, worauf ich mich einlasse. Es ist ein hartes Stück Arbeit, aber die Mannschaft und das Umfeld sind stark genug, um den Aufstieg zu erreichen. Dafür werde ich jede Sekunde meiner Tätigkeit einsetzen und dem alles unterordnen. Ich bedanke mich an dieser Stelle explizit bei meinem alten Verein aus Herne für die Zustimmung zur Vertragsauflösung. Auch bedanke ich mich bei den tollen Herner Fans. Alle gemeinsam haben mir über fünf tolle Jahre bereitet. Trotzdem möchte ich nun den nächsten Schritt gehen, um unter anderen Voraussetzungen um den Aufstieg mitspielen zu können.“