EC Harzer Falken vs. Füchse Duisburg 2:8

Braunlage zu Weihnachten für Füchse Duisburg eine Reise wert

Einen deutlichen 8 zu 2 Erfolg konnten die Füchse Duisburg in der DEB Eishockey Oberliga Nord bei den Harzer Falken feiern. Den ersten kleinen Schock mussten die Füchse Duisburg hierbei schon beim Training am Vormittag verdauen. Coco Krämer bekam einen Schuss an den Schlittschuh und humpelte vom Eis. Auf der Hinfahrt zeigte sich dann eine Prellung und Coco zog sich in Braunlage noch nicht einmal um.

Aber auch ohne den gelernten Stürmer machten die Füchse dort weiter, wo sie vor Weihnachten in der KENSTON ARENA gegen die Harzer Falken aufgehört hatten. Nach 85 Sekunden muss Krüger vom Eis. Überzahl für Duisburg. Verelst hämmert die Scheibe ans Außennetz. Noch im gleichen Angriff zieht Joly von der blauen Linie ab. Sein Schuss wird von Korff zwar noch pariert, aber den Abpraller nutzt Slanina zur frühen Duisburger Führung. Was folgte war phasenweise etwas Schlendrian, wobei Duisburg jederzeit das Spiel im Griff hatte. Erst in der 11. Minute gab es einen zählbaren Angriff. Berzins gewinnt einen Bully in der neutralen Zone. Die Scheibe geht zu Slanina, von dort zu Beally, der Berzins starten sieht. Beallys präziser Pass findet Berzins Schlägerblatt und der Center fackelt nicht lange – 2 zu 0 für die Füchse Duisburg. Im Anschluss hatten Krüger und Bjuhr Chancen für die Harzer Falken. Edi Renkewitz hielt seinen Kasten aber noch sauber. Edi bekam heute den Vorzug vor Christoph Mathis, der mal eine Pause verdient hatte. Noch im ersten Drittel legte Duisburg nach. Joly zieht zum Tor, scheitert aber an Korff, der nur nach vorne abprallen lassen kann. Huebscher nutzt die Gelegenheit zum 3 zu 0 in der 16. Spielminute. Zur Drittelpause schienen die Füchse alles im Griff zu haben.

Hatten sie auch, obwohl sie gedanklich etwas zu lange in der Pause blieben. Gerade mal 12 Sekunden benötigten die Falken. Im Sturzflug ging es auf’s Tor von Renkewitz zu. Bjuhr tankt sich durch und legt auf Pipp, der unhaltbar für Edi die Scheibe ins Netz schiebt. Vier Minuten später die nächste Unachtsamkeit, diesmal aber auf Seiten der Harzer Falken. Slanina hat die Scheibe hinter dem Tor von Korff. Duisburgs bester Torschütze zieht vor’s Tor, hat Zeit ohne Ende und kann sich die Ecke aussuchen. Erneute Drei-Tore-Führung für Duisburg. Nur wenige Sekunden später spielen die Harzer eine Scheibe aus der eigenen Zone tief nach vorne. Ziolkowski schien die Scheibe zu kontrollieren, aber Bjuhr lässt nicht locker, bekommt den Puck und zieht aus neun Metern ab. Die Scheibe rutscht Renkewitz durch Oberarm und Brustkorb, erneuter Anschluss für Braunlage. Duisburg schaltet wieder einen Gang höher und hat Chancen unter anderem durch Habermann und Beck. Als Verelst sich ein Herz nimmt und in der 30. Minute zwei Falken aussteigen lässt scheitert er noch mit seinem Schuss. Der Puck wird aber nach vorne abgewehrt und Barta ist der Nutznießer. Sein Schuss ist unhaltbar und es steht 5 zu 2 für die Füchse Duisburg. Tore sollten in dem zweiten Drittel nicht mehr fallen, auch wenn beide Seiten noch Chancen hatten.

Zu Beginn des letzten Spielabschnitts warfen die Harzer Falken nochmals alles nach vorne. Doch Duisburgs Abwehr steht sicher. Cespiva sieht Berzins lossprinten und Slanina läuft den Konter mit. Berzins mit Übersicht und Slanina mit dem 6 zu 2 für Duisburg. Genau 40 Sekunden später wieder ein Duisburger Konter. Diesmal möchte Berzins es selbst machen. Er fährt auf das Tor zu, zieht von rechts nach links und möchte Korff die Scheibe durch die Beine schieben. Korff hält diesen Schuss, aber Joly war mitgelaufen und unsere 91 nimmt den Abpraller dankend auf – 7 zu 2 für die Füchse. In der 51. Minute bekommt Duisburg sein zweites Überzahlspiel. Erst saßen Walch und Krüger, dann folgte Schmid Krüger auf die Strafbank und vier Duisburger machten kurzen Prozess mit drei Harzer Falken. Barta, Huebscher und Joly lassen die Scheibe gut laufen. Zuletzt steht Joly in zentraler Position vor dem Tor. An seinen Strahl konnte man getrost ein Lineal halten. Über der Stockhand schlägt die Scheibe im Winkel des Harzer Tores ein. Zu schnell, zu hart für vermutlich jeden Torwart der Liga! 8 zu 2 für die Füchse Duisburg. Das war dann auch gleichzeitig der Endstand.

Nach dem Spiel lobte Füchse Trainer Frank Petrozza seine Special-Teams. 100 Prozent heute. Zweimal Überzahl, zwei Tore! Fünfmal Unterzahl, kein Tor kassiert! „Wie saßen zu oft draußen, auch wenn wir 100% mit unseren Special-Teams hatten. So viele Strafen dürfen wir nicht nehmen. Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Wir haben sehr ausgeglichen gescort. Ein Sonderlob geht an die Reihe Berzins, Slanina und Beck!“

Schon am Donnerstag geht es weiter. Zum letzten Spiel der Vorrunde erwarten die Füchse Duisburg die Icefighters Leipzig in der KENSTON ARENA.

Harzer Falken – Füchse Duisburg 2 : 8 (0:3/2:2/0:3)

03. Minute – 0:1 Slanina (Barta/Joly)
11. Minute – 0:2 Berzins (BeallySlanina)
16. Minute – 0:3 Huebscher (Joly/Cespiva)
21. Minute – 1:3 Pipp (Bjuhr/Schock)
25. Minute – 1:4 Slanina (Barta/Renkewitz)
26. Minute – 2:4 Bjuhr (Schmid/Pipp)
30. Minute – 2:5 Barta (Verelst/Beally)
45. Minute – 2:6 Slanina (Berzins/Cespiva)
46. Minute – 2:7 Joly (Berzins/Huebscher)
51. Minute – 2:8 Joly (Barta/Huebscher)

Zuschauer: 1301

Strafen: Harz Braunlage 8 – Füchse Duisburg 16

Aufstellung Füchse: Etienne Renkewitz (Christoph Mathis) – Mike Schmitz, Marius Nägele, David Cespiva, Yannis Walch, Thomas Ziolkowski, Aron Beally, Fin Walkowiak – Raphael Joly, André Huebscher, Marco Habermann, Björn Barta, Viktor Beck, Armands Berzins ,Sam Verelst, Jari Neugebauer, Dennis Gulda, Marco Clemens, Robin Slanina