Über 200 Fans beim Füchse-Fantalk in der KENSTON ARENA

Über 200 Fans kamen am Donnerstagabend zum Fantalk in den komplett gefüllten VIP-Raum der KENSTON ARENA. Dort trafen sich Geschäftsführung, Spieler, Trainer und die Anhänger zu einem Meinungsaustausch, nachdem die Füchse Duisburg am Mittwoch den bisherigen Trainer und sportlichen Leiter Frank Petrozza beurlaubt hatten. Im Rahmen der Abendveranstaltung wurde zudem verkündet, dass Reemt Pyka die Füchse ab sofort ausschließlich alleinverantwortlich coachen wird.

Gleich zu Beginn des Fantalks erläuterte Füchse-Geschäftsführer Sebastian Uckermann die Beweggründe für die Freistellung von Frank Petrozza: „Wir standen vor der Wahl: entweder ein weiter so mit dem Risiko sang- und klanglos die Saison zu beenden oder dem Team einen neuen Impuls geben. Für uns war klar, dass nur die 2. Alternative in Betracht kam. Denn wir wollen nichts abschenken,, sondern sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir unser Ziel „Aufstieg“ erreichen können. Die Mannschaft ist charakterlich top. Sie muss allerdings jetzt liefern. Es liegt nur noch an ihr.“ Ausschlaggebend für die Trennung war hierbei, dass die getroffene taktische Ausrichtung nicht den Erfordernissen des Teams entsprach und Petrozza in diesem Zusammenhang, trotz Niederlagen, nicht von seinem Weg abgewichen ist. Der vorgenommene Torwarttausch im Spiel gegen Tilburg war an dieser Stelle sicher auch nicht förderlich.

Der neue Füchse-Cheftrainer Reemt Pyka erläuterte im weiteren Verlauf, welche taktischen Änderungen ab sofort vorgenommen werden. Vor allem dje defensive Stabilität wird in den Fokus gerückt. „Wir kassieren einfach viele Tore. Das muss aufhören. Dann werden wir wieder in die Spur kommen“, so Pyka. Zusätzlich betonte Reemt Pyka, dass auch die Stürmer intensiv im Defensivverbund mitarbeiten werden, um wieder eine absolute Kompaktheit zu erzeugen. Füchse-Kapitän Björn Barta assistierte: „Unser Team ist topfit. Wir müssen allerdings an einigen taktischen Feinheiten arbeiten. Die neue Umsetzung wird Freitag beginnen. Es zählt nur ein Sieg. Dann sind wieder zurück und starten in Richtung Saisonziel.“

In die gleiche Kerbe stieß auch Füchse-Spieler Marco Habermann: „Sieg oder Sibirien. Nur das zählt jetzt noch. Mit großer Aggressivität müssen wir jetzt in die Spiele gehen. Die Gegner müssen merken, dass es weh tut gegen uns zu spielen. Die Mannschaft hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird gegen Essen brennen. Dann werden wir auch das Publikum mitreißen“.

Auch das Thema Raphael Joly wurde thematisiert. Alle waren sich einig, dass nur mit einem Joly in Bestform der Aufstieg gelingen kann. Daher muss sich „Raph“ steigern. Sein Kollege aus der 1. Reihe André Huebscher sprang für ihn in die Bresche: „Raphael war nun einige Jahre Spieler der Saison. Daher hat er es auch verdient, dass er in der jetzigen Situation unterstützt wird – von allen, also von Fans und Mannschaft.“ Füchse-Chef Uckermann ergänzte: „Man muss „Rapha“ zu nehmen wissen als Trainer. Wenn man das weiß und umsetzt, dann wird er der entscheidende Mann sein.“ Gerade das letzte Spiel gegen Essen hat gezeigt, dass er den Unterschied ausmachen kann.

Füchse-Goalie Christoph Mathis ist ebenfalls davon überzeugt, dass der Aufstieg noch geschafft werden kann: „Ich bin mit dem Traum nach Duisburg gekommen, mit der Mannschaft aufzusteigen. Das haben wir noch selber in der Hand. Daran glaube ich, wenn wir uns alle am Riemen reißen.“ Auf die Frage, ob er auch noch nächstes Jahr an der Wedau spielen werde, antwortete Mathis: „Wenn wir aufsteigen, werde ich noch am gleichen Tag einen neuen Vertrag bei den Füchsen unterschreiben.“

Zum Ende des Talks wurde auch noch einmal deutlich, dass die Fans trotz harter Wochen voll hinter dem Team stehen. Allerdings muss das Team nun Siege als Antwort folgen lassen. Stürmer Pavel Pisarik steht dem EVD hierfür wieder zur Verfügung, nachdem sein Kahnbeinbruch abgeklungen ist. Ein Einsatz gegen Essen wird jedoch noch nicht erfolgen. Bei den Hannover Indians am Sonntag ist ein Einsatz allerdings möglich. Robin Slanina wird realistisch wohl erst zu den Playoffs wieder voll einsatzbereit sein.