Füchse Duisburg werden für großen Kampf nicht belohnt

Auch das zweite Spiel am Wochenende ging für die Füchse Duisburg in der Meisterrunde ohne Punkte aus. Bei den Hannover Indians gab es eine knappe und unglückliche 4:2 Niederlage. Dabei starteten die Duisburger gut. Pisarik, der heute den Vorzug vor Berzins bekam, versuchte es mit einem Schuss aus der Drehung. Der Stürmer, der monatelang verletzt war, verpasste das Tor von Albrecht aber knapp. Auch die nächste Großchance ging auf das Füchse-Konto. Doch momentan haben die Duisburger einen „monstermiesenmist-Lauf“! Sofort die erste Möglichkeit überhaupt der Indians findet ihr Ziel. Pohanka bedient Pfennings, der am langen Eck den Schläger reinhält und Mathis überwinden kann. Nach vier Minuten die Führung für Hannover. Doch Duisburg steckte nicht auf, schoss deutlich häufiger auf’s Tor der Hannoveraner als die auf das von Mathis. Aber in der 10. Spielminute der erneute Schock für die Füchse Duisburg. Turnwald ist zur Stelle und erhöht für die Indians auf 2:0. Von Verunsicherung auf Duisburger Seite aber keine Spur. Weiter ging’s im Vorwärtsgang! Und als Barta einen Puck der Hannoveraner im Mitteldrittel abfängt und sich auf den Weg zum Indians-Tor macht, fährt Habermann mit. Barta zum Ersten, Barta zum Zweiten und Habermann staubt mustergültig ab! Der verdiente Anschlusstreffer für Duisburg in der 13. Minute. Gerade die Reihe mit Barta, Krämer und Habermann hatte einige vielversprechende Wechsel im Laufe des Spiels. Doch auch die Konter der Hannoveraner blieben gefährlich. Als die Scheibe wieder im Duisburger Tor liegt, verweigert der Schiedsrichter die Anerkennung des Tores, es sei mit dem Schlittschuh erzielt worden. Glück für Duisburg statt 3:1 bleibt es bei dem einen Tor Rückstand. In der 19. Minute zeigte Füchse-Stürmer Raphael Joly, warum er von einigen geliebt wird. Gegen drei Spieler aus Hannover nimmt er es auf, lässt dann noch Albrecht aussteigen und der charismatische Stürmer bringt Duisburg den Ausgleich kurz vor der ersten Drittelpause.

Der Mittelabschnitt brachte wieder mehr Chancen der Füchse als für Hannover. Früh schon spricht der Schiedsrichter den Duisburgern einen Penalty zu. Joly soll im Torabschluss gefoult worden sein. Die Chance in Führung zu gehen für die Füchse. Joly läuft an, zieht die Scheibe nach rechts und schießt nach links, doch Albrecht klemmt die Scheibe zwischen Oberarm und Brust ein, gehalten, kein Tor, es bleibt beim 2:2. Sekunden später auf der anderen Seite. Beally versucht die Scheib aus dem Duisburger Verteidigungsdrittel zu schlenzen. Der Versuch geht aber über die Bande und damit erfolgt eine zwei Minuten Strafe gegen Duisburg. Schnell stehen die Indians und der Puck läuft gut durch die eigenen Reihen. Als Uusivirta an der blauen Linie die Chance sieht zieht er ab und hämmert die Scheibe in den Giebel des Duisburger Tores. Die erneute Führung für Hannover. Damit geht es auch in den Schlussabschnitt.

Im letzten Spielabschnitt spielte fast nur noch eine Mannschaft. Duisburg drückte auf den Ausgleich, hatte zahlreiche Chancen und mehrfach hatten die mitgereisten rund zwei Duzend Duisburger Fans den Torjubel auf den Lippen. Doch die Scheibe fand einfach nicht das Ziel. Huebscher trifft die Latte, bei Pisarik hoppelt die Scheibe am Tor vorbei. Es kommt, wie es kommen muss, Duisburg drückt und das Tor machen die Indians. In der 56. Minute ist es erneut ein individueller Fehler, der zum Gegentor führt. Duisburg liegt mit 4:2 hinten, als Arnold zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle steht. Das Wochenende nach der Trainerentlassung und es gab keine Punkte für die Duisburger, eine bittere Bilanz, sollte doch die Reißleine gezogen werden. In Hannover und auch im ersten Drittel gegen Essen kann man den Füchsen keinen Vorwurf machen. Fakt ist, das Tief ist noch nicht vorbei. Jetzt bleiben den Duisburgern noch vier Spiele, drei davon zu Hause, um die Bilanz aufzubessern. Am nächsten Wochenende steht nur ein Spiel an. Am Sonntag kommt Halle in die KENSTON ARENA.

Trainerstimmen:
Reemt Pyka: „Die Niederlage ist schwer zu verdauen. Das Schussverhältnis spricht klar für uns. Wir haben uns selbst bestraft, durch individuelle Fehler, hatten verdient den Ausgleich erzielt, können dann durch dem Penalty in Führung kommen, der für mich übrigens kein Penalty war, Wir machen ihn nicht rein, im Gegenzug die Strafe und daraufhin das Gegentor. Im letzten Drittel haben wir noch mal alles versucht, Latte, aber sonst nichts zählbares, Glückwunsch an Lenn!“

Lenn Socciao: „Wir haben einen guten Start erwischt. Es gab ein paar umstrittene Szenen, ich glaube, es war kein Schlittschuhtor. Dann kassieren wir den Ausgleich, ein wirklich schönes Tor von Joly, zum Glück haben wir unser Power-Play ausgenutzt. Ich bin mit den Jungs zufrieden, acht Siege in 12 Spielen, jetzt freuen wir uns auf das Derby gegen die Scorpions!“

Hannover Indians – Füchse Duisburg 4 : 2 (2:2/1:0/1:0)

04. Minute – 1:0 Pfennings (Pohanka/Bacek)
10. Minute – 2:0 Turnwald (Pfennings/Pohanka)
13. Minute – 2:1 Habermann (Barta/Krämer)
19. Minute – 2:2 Joly (Nägele/Huebscher)
23. Minute – 3:2 Uusivirta (Pohanka/Morczinietz)
56. Minute – 4:2 Arnold (Hein/Pohl)

Zuschauer: 1914

Strafen: Hannover Indians 4 – Füchse Duisburg 6

Aufstellung Füchse: Christoph Mathis (Philip Lehr) – Mike Schmitz, Marius Nägele, David Cespiva, Yannis Walch, Thomas Ziolkowski, Aron Beally, Finn Walkowiak – Lars Grözinger, André Huebscher, Raphael Joly, Marco Habermann, Björn Barta, Viktor Beck, Pavel Pisarik , Jari Neugebauer, Sam Verelst, Cornelius Krämer, Dennis Gulda, Marco Clemens