Die Special-Teams gaben unter anderem den Ausschlag, dass die Eisbären als Sieger vom Eis gingen. Es bleibt zu hoffen, dass die Füchse-Personalsorgen nicht noch größer werden.
Es war wieder ein äußerst frustrierender Abend für unsere Füchse.
Zu Beginn mussten die Füchse, die aktuell ohne 2 Importspieler agieren, den Ausfall von Michél Ackers beklagen, Philip Kuschel gesellte sich während des Spiels noch dazu.
Das Selbstverständnis fehlt aktuell. Wer will es verdenken ob der personellen Situation, die auch keinen gewinnbringenden Trainingsbetrieb gewährleisten kann.
Eins stimmte aber gestern: der Einsatz. In einem flotten ersten Drittel mit viel Tempo gingen die Eisbären im Powerplay in Führung, Enrico Saccomani glich postwendend aus. Zum Ende des Drittels, aber auch später verpassten es die Füchse, ihre zahlreichen Powerplay-Situationen zu nutzen. Stattdessen handelten sich die Füchse durch einen Turnover und eine Schwächeperiode im Anschluss 2 Treffer ein und gaben das Spiel gegen abgezockte Hammer aus der Hand. Im letzten Drittel wurde es etwas ruppiger. Gordejs Radionovs wusste seinen Fight zu gewinnen, sonst gab es aber wenig zu bejubeln. Luis Üffing verzeichnete einen Pfostentreffer, ansonsten vergaben die Füchse weitere Überzahlgelegenheiten. Stattdessen traf Luc Laylin mit schönem One-Timer zum 1:4. Den fünften Gegentreffer legten sich die Füchse wortwörtlich selbst ins Netz und machten so symptomatisch den Deckel auf den schwarzen Abend.
Coach Frank Petrozza muss seine Mannen nun aufrichten und den Blick nach vorne richten.
„Das erste Drittel war gut, dann haben wir unsere Coolness verloren“, resümierte er.
Es klingt nach einer Durchhalteparole, aber es stimmt: die Füchse müssen zusammenhalten – auf allen Ebenen. Und wenn alle zurück sind, kommen bessere Zeiten. Vielleicht auch schon sichtbar im nächsten Test und Rückspiel bei den Eisbären am Freitagabend.