Der Nachbericht wird präsentiert von Mondlicht Bücher.

Nach einem über weite Strecken souveränen Auswärtsauftritt fahren die Füchse einen völlig verdienten Sieg ein und machten es zum Ende hin auch spektakulär.

Marko Brlic kam zu seinem 4. Einsatz für die Füchse. Philippe Sanche musste noch verletzungsbedingt passen. Für den gesperrten Daniel Geiger rückte Vyacheslav Permitin ins Line-Up. Er stürmte mit Sandis Zolmanis und Enrico Saccomani, was auch bedeutete, dass Santeri Haarala mit Luis Üffing und Tobin Brandt auflief.
In den ersten Wechseln kontrollierten die Füchse das Geschehen, ehe die Piranhas ein Überzahlspiel in die Partie holte. Der Führungstreffer der Gastgeber war allerdings umstritten, da Victor Knaub das Tor der Zeitlupe zufolge mit einer aktiven Kickbewegung erzielte (6.). Unverständlicherweise zogen die Schiedsrichter nicht den Videobeweis zu Rate. Auch wenn der Torschütze kurz darauf die Scheibe am leeren Tor vorbeilegte, gehörte der Rest des Drittels den Füchsen, die einige Male gute Schusspositionen hatten. Zwischen Minute 13 und 17 hatten Michael Fomin, Santeri Haarala per Rückhand, Sandis Zolmanis direkt vor dem Tor und Luis Üffing allesamt Chancen auf den Ausgleich. Piranhas-Keeper Albrecht blieb stets Sieger. So ging es mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.

Im 2. Drittel legten die Füchse dann einen Zahn zu. Binnen 48 Sekunden drehten die Füchse die Partie. Erst fand Enrico Saccomani eine Lücke im kurzen Winkel (26.), dann kam Santeri Haarala bei einem Konter aus dem Hintergrund und schweißte die Scheibe halb hoch ein (27.).

Die Füchse verpassten es in der Folge zu erhöhen. Dies hätte sich fast gerächt, als Jonas Öhrvall blank vor der Hütte am leeren Tor vorbeizielte (30.). Zur Drittelmitte trafen die Unparteiischen dann hüben wie drüben seltsamste Entscheidungen, sodass es kurzzeitig mit 4-gegen-3 Feldspielern zur Sache ging.

Die Piranhas nutzten dies, um sich etwas freizuschwimmen. Und dies gelang ihnen in Minute 35, als Jonas Öhrvall bei einem 2-auf-1 die Nerven behielt und ausgleichen konnte (35.). Die Rostocker Freude darüber währte aber nur eine knappe Minute, da die Füchse eine Antwort parat hatten: Nicklas Mannes zog zum Tor, brachte die Scheibe in den Torraum, wo sie von einer Kufe des Verteidigers über die Linie sprang (36.). Glück für die Füchse und gerechter Ausgleich zur Schlittschuhsituation aus dem 1. Drittel. Zum Drittelende durften die Füchse nochmal in Überzahl ran. Mit etwas Glück retteten die Piranhas den knappen Rückstand in die 2. Pause. Die Füchse hatten insbesondere bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis die Kontrolle über die Partie. Dies sah Gordejs Radionovs im Pauseninterview ähnlich, der befand, dass es gut für sein Team liefe, dass man aber von der Strafbank wegbleiben und seine Chancen nutzen müsse.

Im letzten Drittel spielten es die Füchse überaus clever und ließen kaum klare Chancen zu. Die nächste Powerplay-Situation nutzten die Füchse zum 4:2: nachdem Philip Kuschel in den Torraum geschoben wurde, zog Santeri Haarala ab, die Scheibe passierte Sebastian Albrecht, als unser Verteidiger den Torraum wieder verlassen hatte (43.). Also ein regelkonformer Treffer trotz Protesten der Hausherren. Diese bemühten sich, doch fehlte ihnen die Passgenauigkeit. Die Füchse waren bei ihren Gegenzügen gefährlicher. Alleine Tobin Brandt hatte drei Topchancen. Doch die Zeit unserer Youngster sollte noch schlagen.

Zunächst kam Rooster-Föli Vyacheslav Permitin! Lässt seinen Gegner technisch klasse aussteigen und drischt die Scheibe in den Knick (56.)! Treffer Nummer 1 im Füchse-Dress und ein Kandidat für das Tor des Monats. Doch da wollte Tobin Brandt noch ein Wörtchen mitreden: Bei einem Konter vernascht er zunächst den Verteidiger und umkurvt auch noch den Goalie. Ein ebenso toller Treffer zum 2:6 (59.). Zwar lag die Scheibe ein weiteres Mal im Netz. Dieses Mal wurde nach einer Torwart-Behinderung zurecht auf kein Tor für die Füchse entschieden.

Die Füchse lieferten ein absolut überzeugendes Auswärtsspiel, das sie ab dem 3:2 total unter Kontrolle hatten. Luis Üffing, der vor Ort als Man of the Match ausgezeichnet wurde, übernahm mit 3 Assists den Goldhelm. Santeri Haarala steht mit seinem Doppelpack und 11 Saisontoren auf Rang 2 der ligaweiten Torjägerliste.
Coach Frank Petrozza sah einen verdienten Erfolg seiner Truppe: „Im 1. Drittel bekommen wir unglücklich das 0:1, hatten ein paar gute Chancen. Im 2. Drittel haben wir in 50 Sekunden das Spiel gedreht. Schlüsselpunkt war das 3:2 und das Überstehen der Unterzahl im 2. Drittel. Im letzten Drittel haben wir ein paar schöne Tore geschossen. Insgesamt war es ein gutes Spiel mit 3 verdienten Punkten.“

Mit Sieg 5 in Serie festigen die Füchse ihren 3. Tabellenplatz nach Abschluss des 1. Saisonviertels. So kommt es am Sonntag zum Topspiel gegen den Tabellenvierten aus Leipzig! Macht die Halle voll, Füchse-Fans! 🙌🦊

Statistik

▶️ Rostock – Füchse 2:6 (1:0)(1:3)(0:3)

🥅 Tore:
1:0 (05:45) Knaub (Öhrvall, Kaleinikovas) 5-4
1:1 (25:32) Saccomani (Frick, Permitin)
1:2 (26:20) Haarala (Üffing, Mannes)
2:2 (34:08) Öhrvall (Kaleinikovas, Geuß)
2:3 (35:07) Mannes (Grosse, Üffing)
2:4 (42:01) Haarala (Kuschel, Zolmanis) 5-4
2:5 (55:58) Permitin (Frick, Zolmanis)
2:6 (58:56) Brandt (Üffing, Müller)

🏒 Schüsse: REC 41 ⏸️ EVD 51
®️ Finkel, Ratz
⛔️⏱️ Strafminuten: REC 8 ⏸️ EVD 12
🏟️ Zuschauer: 1521