Der Nachbericht wird präsentiert von Mondlicht Bücher.

Nach wildem ersten Drittel und später Füchse-Führung drehten die Ice Dragons verdientermaßen das Spiel und waren 3 Punkten nah, ehe Santeri Haarala erst ausglich und in der Overtime den Siegtreffer für kämpferische Füchse besorgte.

Aaron Kaiser startete im Tor. Marko Brlic war für die Kobras im Einsatz. Ansonsten blieb das Line-Up des Derbysieges vom Freitag identisch.

Den perfekten Auftakt bescherte den Füchsen Youngster Maximilian Strauß, der mit dem ersten Torschuss nach 30 Sekunden die Führung besorgte. Danach rückten die Schiedsrichter auf den Plan und verhängten alleine im ersten Drittel 63 Strafminuten. Daniel Geiger erhielt für einen Stock-Check eine Spieldauerstrafe, die aufgrund eines Stromausfalls in der Regie nicht per Videostudium überprüft werden konnte und somit als zumindest umstrittene on-ice-Entscheidung bestehen blieb (7.). Da Michael Fomin kurz darauf ebenfalls eine Zeitstrafe erhielt, mussten die Füchse doppelte Unterzahl spielen. Dies wusste Alexis D’Aoust mit einem platzierten Schlenzer zum Ausgleich zu nutzen (8.). Zur Drittelmitte gab es dann binnen weniger als 60 Sekunden 2 Fights, kein Team wollte nachgeben. Auf Füchse-Seite erhielten Michél Ackers und Pascal Grosse Fighting-Strafen. Ein zerfahrenes 1. Drittel neigte sich dann dem Ende, als Michael Fomin sich noch einmal eine zehnminütige Strafe wegen „Provizierens einer Strafzeit“ einhandelte. Als die Uhr in einem denkwürdigen Drittel runterlief, hatte Luis Üffing aber noch nicht fertig: 3 Sekunden vor dem Ende überwand er Jakub Urbisch zur 2:1-Führung, als er gekonnt per Toe-Drag am Verteidiger vorbeischoss.

In Drittel 2 mussten die Füchse also rund 10 Minuten ohne 2 Stürmer auskommen und kräftig rotieren, was sich auf Kraft und Konzentration auswirkte. Zwar konnte Edwin Schitz den Ausgleich von Alexis D’Aoust (25.) rund drei Minuten später mit der erneuten Führung beantworten, doch war es eben dieser kanadische Importspieler, der mit seinem Hattrick wieder ausglich (29.). Die Ice Dragons blieben am Drücker, spielten geradlinig und hatten hier und da zu viel Platz. Berezovs’kiy nutzte diesen in Minute 34 zur ersten Führung der Gäste an diesem Abend.
Im Schlussabschnitt hatten die Füchse zunächst kein Konzept gegen gut aufgelegte Drachen, deren 1. Reihe den Füchsen immer wieder zusetzte. Der am Ende auch offiziell zum Herforder Man of the Match gekürte D’Aoust hätte mit Treffer Nummer 4 die Vorentscheidung besorgen können, doch blieben die Füchse im Spiel. Mit dem Mute der Verzweiflung bissen sich die Füchse rein. Lohn dann der späte Ausgleich von Santeri Haarala, der im Gewühl vor dem Tor den Überblick behielt und die Scheibe ins Tor bugsierte (57.). Füchse geben niemals auf!

Das Spiel musste in der Overtime entschieden werden. Und dort stand dann wieder unser finnischer Wirbelwind goldrichtig und markierte mit feinem Schuss den Siegtreffer (63.). Er hätte den Titel Man of the Match genau so verdient wie Luis Üffing, der letztendlich mit 3 Scorerpunkten berechtigterweise die Ehre erhielt.

Ein komplizierter Abend für die Füchse, die mit letzter Kraft und purem Willen einen Weg fanden, gegen gute Drachen zu gewinnen.

Frank Petrozza lobte die Moral seines Teams auf der anschließenden Pressekonferenz: „Im zweiten Drittel war das sehr schwer. Nach der Zehnminutenstrafe gegen Michael Fomin hatten wir für einige Zeit nur sieben Stürmer auf dem Eis. Aber diese Mannschaft gibt nicht auf. […] Ein Spiel dauert 60 Minuten, heute hat es 57 Minuten gedauert, bis wir den Ausgleich geschafft haben.“

Mit dem last-minute-Sieg und 2 Punkten behalten die Füchse Rang 3. Nun heißt es, Akkus wieder aufladen, ehe es am Freitag auf die weitere Reise zu den Piranhas an die Ostsee geht.
Vielen Dank unseren Fans für die tolle Unterstützung am Wochenende!

Statistik

▶️ Füchse – Herford 5:4 OT (2:1)(1:3)(1:0)(1:0)

🥅 Tore:
1:0 (00:30) Strauß (Fomin, Mannes)
1:1 (07:37) D’Aoust (Kanya) 5-3
2:1 (19:57) Üffing (Zolmanis)
2:2 (24:06) D’Aoust (Jelavic, Pierson)
3:2 (27:54) Schitz (Üffing, Strauß)
3:3 (28:51) D’Aoust (Pierson, Jelavic)
3:4 (33:45) Berezovs’kiy (Kanya)
4:4 (56:26) Haarala (Üffing, Zolmanis)
5:4 (62:15) Haarala (Grosse, Fomin)

🏒 Schüsse: EVD 40 ⏸️ HFO 32
®️ Steven, Schrörs
⛔️⏱️ Strafminuten: EVD 4 + 5 Ackers + 5 Grosse + 5 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Geiger + 10 Disziplinarstrafe Fomin ⏸️ HFO 12 + 5 Banach + 5 Sticha
🏟️ Zuschauer: 1291