Der Nachbericht wird präsentiert von Mondlicht Bücher.

Bei den Füchsen waren Gordejs Radionovs und Maximilian Strauß nicht da. Letzterer wurde kurzfristig zum DNL Team berufen.

Nach einem flotten Start der Hausherren, die erste gefährliche Schüsse verbuchten, traf Philippe Sanche quasi mit der ersten Chance per Schlenzer (2.). Die Füchse hatten in der Folge weitere Möglichkeiten.

Ob Santeri Haarala, gleich zwei Mal Tobin Brandt, Daniel Geiger oder Luis Üffing – alle hatten das 2:0 auf dem Schläger, sodass die Icefighters sich mit dem knappen Rückstand ins Powerbreak retteten.

Die Füchse hielten die eigene Zone kompakt und gestatteten nur Schüsse von außen. In Unterzahl wollten die Füchse dann etwas zu viel. Philippe Sanche und Luis Üffing fuhren ein 2-auf-1. Der anschließende Konter gegen aufgerückte Füchse brachte dann den Ausgleich durch Kameron Kielly (15.). Zum Drittelende spielten die Füchse in Überzahl und produzierten auch hier gute Chancen. Es blieb aber beim 1:1 nach 20 Minuten.

Im 2. Drittel neutralisierten sich beide Teams zunächst bis zur Drittelmitte. Die Füchse agierten klug und unterstützten sich gegenseitig viel in der Verteidigung.

Philippe Sanche (31.) und Fabio Frick (34.) hatten dann die Führung auf dem Schläger.
Diese besorgte dann Edwin Schitz im Powerplay: nach Foul an Santeri Haarala wurde eine weitere Strafe angezeigt, die Füchse blieben am Drücker und Edwin Schitz setzte die Scheibe schön ins rechte obere Toreck (36.). Offiziell wurde der Treffer Santeri Haarala zugesprochen. Das Powerplay der Füchse zeigte sich an diesem Sonntag auch verbessert.
Die Icefighters antworteten wütend. Dani Bindels versuchte es zunächst artistisch durch die eigenen Beine (37.), Kameron Kielly scheiterte dann am Pfosten (38.).

Schlitzohr Phil Sanche hatte in dieser Drangphase der Hausherren noch das 3:1 auf dem Schläger, als er die Scheibe, die nach einem Befreiungsschlag von der Bande zurückkam, antizipierte und direkt nahm. Es blieb bei der 2:1-Führung der Füchse bis zum Drittelende.

Im Schlussabschnitt machten es die Füchse weiter gut, holten sich immer wieder Pucks im Forecheck und Rebounds vor dem Tor. In der 44. Minute fand dann eine Rückhandbefreiung von Michael Fomin den durchgestarteten Tobin Brandt, der sein erstes Saisontor markierte (44.).

Die Icefighters erhöhten nun logischerweise das Pensum. Tim Detig brachte die Sachsen mit einem Tip-In vor dem Tor auf ein Tor heran (49.). Kurz darauf wurde Luis Üffing bei einem Break regelwidrig behindert. Den fälligen Penalty verwandelte er gekonnt nach schöner Umkurvung des Leipziger Goalies. Eine 2-Tore-Führung müsste doch reichen, oder? Sie reichte leider nicht. Die Füchse mussten der kurzen Bank Tribut zollen. Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Icefighters alles nach vorn. Erst Zajic, dann 7 Sekunden vor Schluss Alasaari besorgten jeweils bei 6-gegen-5 auf dem Eis den Ausgleich. Ärgerlich dabei zwei Fehlentscheidungen der Referees. Der Ausgleich hätte aufgrund von Torraumabseits inklusive Berührung von Aaron Kaiser auch durchaus keine Anerkennung finden können. Ein Icing, das die Füchse vor das eigene Tor brachte, war keines, da ein Leipziger die Scheibe mit der Hand zuvor berührte.

In der Overtime scheiterte erst Philippe Sanche, im Gegenzug besorgte Tim Detig den Siegtreffer.
„Wir hätten mehr als nur einen Punkt verdient gehabt. Wir wollten diszipliniert spielen und alles geben. Das haben wir gemacht. […]
Ich muss meinem Team ein Kompliment machen. Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft.“ So Frank Petrozza nach dem Spiel seines Teams, das bis dato die beste Saisonleistung brachte. Darauf gilt es aufzubauen, besonders wenn nun peu à peu die Leistungsträger zurückkehren.

Am Freitag kommen dann die Hannover Scorpions in den Fuchsbau.

Statistik

▶️ Leipzig – Füchse 5:4 OT (1:1)(0:1)(3:2)(1:0)

🥅 Tore:
0:1 (01:19) Sanche (Frick, Müller)
1:1 (14:34) Kielly (Stefanson, Alasaari) 5-4
1:2 (35:34) Haarala 5-4
1:3 (43:26) Brandt (Fomin)
2:3 (48:09) Detig (Bindels, Schwaiger)
2:4 (51:11) Üffing PS
3:4 (58:15) Zajic (Stefanson, Kielly) 6-5
4:4 (59:53) Alasaari (Detig, Zajic) 6-5
5:4 (60:19) Detig (Mantsch, Alasaari)

🏒 Schüsse: LEI 56 ⏸️ EVD 42
®️ Finkel, Jaseniak
⛔️⏱️ Strafminuten: LEI 16 ⏸️ EVD 8
🏟️ Zuschauer: 1406