Der Nachbericht wird präsentiert von Mondlicht Bücher.

Aaron Kaiser hütete nach starker Vorstellung am Freitag wieder den Kasten. Bence Farkas rückte für Daniel Geiger auf die Centerposition von Reihe 1.
In einem insgesamt zerfahrenen ersten Drittel, was zum einen der schlechten Eisqualität und zum anderen einiger Passungenauigkeiten hüben wie drüben geschuldet war, brachte ein Powerplay die Saale Bulls auf die Anzeigetafel. Domogalla staubte im Nachschuss ab (7.).

Dabei gehörten die ersten Wechsel klar den Füchsen, die durch Michael Fomin, Enrico Saccomani oder Luis Üffing gute Möglichkeiten besaßen. Auch einen 3-auf-1-Angriff konnten die Füchse nicht nutzen. Insgesamt waren die Bulls jedoch aktiver. Aaron Kaiser rettete in der 17. Minute gleich doppelt und spektakulär.

Das zweite Drittel kam optisch weiter unflüssig daher, viele Scheiben versprangen. Die Füchse mühten sich, ließen ihre Überzahlmöglichkeiten zu Beginn des Abschnitts leider aus: Luis Üffing verzog knapp und einmal lag die Scheibe im Netz, allerdings weil Philippe Sanche sie liegend über die Linie kickte.
Calder Anderson nutzte dann einen der wenigen Stellungsfehler in der Füchse-Defense zum 2:0 (32.). Santeri Haarala hatte dann kurz darauf das halbleere Tor vor sich, konnte aber nicht einnetzen.

Der verdiente Anschluss gelang den Füchsen dann doch noch. In Überzahl legte Luis Üffing für Philippe Sanche auf, der im Slot eiskalt vollstreckte (37.). Mit diesem knappen 1:2-Rückstand gingen die Füchse in die 2. Pause.

Im letzten Drittel traten beide Teams dann mit mehr Tempo auf, es entwickelte sich ein technisch ansprechendes Spiel. Eventuell hatte eine andere Eisaufbereitung damit zu tun.

Und die Füchse legten zu. Wieder gab es Überzahl und dieses Mal fand Enrico Saccomani den am langen Pfosten eingelaufenen Edwin Schitz, der den Puck nur über die Linie drücken musste (43.).

Es ging nun hoch her auf beiden Seiten. Aaron Kaiser glänzte dann mit dem Save der Partie, als er ein fast sicheres Tor verhinderte (44.). Die Füchse blieben auch am Drücker. Erst scheiterte Santeri Haarala (45.), dann machte es Michael Fomin von der blauen Linie besser und drehte mit seinem Tor zum 2:3 die Partie (47.). Wieder Überzahl. Eine Disziplin, die die Füchse nun immer besser beherrschen. In der 50. Minute gab es dann in erster Instanz einen Penalty für die Bulls, der dann noch korrekterweise in eine Zwei-Minuten-Strafe umgewandelt wurde. Und in dieser Überzahl kamen die Bulls durch Huard zum Ausgleich (51.). Tobin Brandt hatte kurz darauf nach dynamischem Zug zum Tor die erneute Führung auf dem Schläger, scheiterte aber. Die Schlussphase war dann nichts für schwache Nerven. Aaron Kaiser konnte sich weiter auszeichnen. Zum Ende hin hatten die Füchse mit einem Powerplay die Chance auf den Siegtreffer, allerdings lief die Scheibe ausgerechnet dort leider nicht gut genug.

Es ging in die Overtime, wie letzte Woche in Leipzig. Und erneut hatte der Gastgeber das bessere Ende für sich: Calder Anderson besorgte den Siegtreffer nach 75 Sekunden. Die Füchse nehmen also einen Punkt mit nach Duisburg und können anhand des Comebacks von 0:2 aus betrachtet zufrieden sein, wenngleich der ein oder andere Punkt mehr möglich gewesen wäre.

„Es war ein enges, hart umkämpftes Spiel.
Im ersten Wechsel waren wir direkt da. Dann ging es hin und her. […] Wir haben aber nicht aufgegeben. Beide Torhüter waren gut, es hätte in beiden Richtungen ausgehen können. Aaron Kaiser hat uns am Wochenende durch starke Leistungen die Chance gegeben zu punkten.

Heute hat es nicht mit dem Sieg geklappt. Dafür dann beim nächsten Mal gegen Halle.“ So fasste Frank Petrozza die Partie auf der Pressekonferenz zusammen.

So gehen die Füchse mit 4 Punkten aus einem Wochenende gegen 2 Topteams der Liga und lassen einen klaren Aufwärtstrend erkennen. Nächsten Freitag empfangen wir dann die Black Dragons Erfurt in der alleato Arena.

Statistik

▶️ Halle – Füchse 4:3 OT (1:0)(1:1)(1:2)(1:0)

🥅 Tore:
1:0 (06:33) Domogalla (Heider, Jentsch) 5-4
2:0 (31:39) Anderson (Jentsch, Domogalla)
2:1 (36:49) Sanche (Üffing, Haarala) 5-4
2:2 (42:46) Schitz (Saccomani, Mannes) 5-4
2:3 (46:51) Fomin (Grosse, Mannes) 5-4
3:3 (50:13) Huard (Anderson, Bollers) 5-4
4:3 (61:15) Anderson (Palka, Schäfer)

🏒 Schüsse: MEC 27 ⏸️ EVD 24
®️ Ratz, Sauerzapfe
⛔️⏱️ Strafminuten: MEC 12 ⏸️ EVD 8
🏟️ Zuschauer: 2002