Der Nachbericht wird präsentiert von Mondlicht Bücher.

Da Aaron Kaiser und Nico Wiens, der unter der Woche gar einen Shutout in der CHL feierte, bei den Haien Engpässe auffangen mussten, rückte Marko Brlic ins Gehäuse. Bence Farkas und Daniel Geiger weilten ebenso beim Kooperationspartner, sodass Tobin Brandt den Center in Reihe 1 gab und Maximilian Strauß in der dritten Angriffsreihe auflief.

Den Start nach Maß besorgte ausgerechnet ein Ex-Drache: nach einem Bully fing Santeri Haarala einen Pass von Jonas Gerstung ab und die Scheibe prallte vom Schläger direkt ins Tor. Da waren nur 64 Sekunden absolviert. Und die Füchse blieben dran und waren dominant. Satte 28 Schüsse aufs Tor sah die offizielle Statistik, davon mindestens ein halbes Dutzend Hochkaräter. Auch ein sehr druckvolles Powerplay zum Drittelende ergab keinen weiteren Treffer.

Und wie es der Sport so will, rächte sich das Vergeben der Torchancen in Drittel 2.
Die Gäste spielten nun bissiger, gewannen Zweikämpfe und erspielten sich Chancen.
Marko Brlic, der eigentlich für die Dinslakener Kobras am Abend vorgesehen war, rückte in den Mittelpunkt und zeichnete sich mehrfach aus.

Bei einem Lattentreffer der Gäste hatten die Schwarz-Roten noch Glück: nach Videostudium wurde die on-ice Entscheidung „Tor“ korrigiert.

Dann erwischte es die Füchse aber doch: Alex Berger nutzte ein feines Zuspiel von hinter dem Tor zum Ausgleich (36.), Frederic Potvin brachte die Thüringer dann sogar per Rückhandschlenzer in Führung (39.). Die Füchse erhielten die Quittung für eine schwache Phase mit zu vielen Fehlern.
Bevor die Füchse allerdings darüber nachdenken konnten, warum sie nach so starkem Beginn leichtfertig ein Spiel eventuell aus der Hand geben, kam Michael Fomin 25 Sekunden später! Einen Abpraller von der Bande nahm er aus dem Lauf und drosch den Puck in den Winkel zum Ausgleich. Und siehe da, die Füchse plötzlich mit Elan und dem Momentum auf der Haben-Seite. Luis Üffing besorgte noch vor Drittelende nach tollem Solo die erneute Führung der Füchse, die nach schwachem Mitteldrittel irgendwie mit blauem Auge davonkamen und das Ruder wieder herumrissen.

Das letzte Drittel gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Die Füchse ließen ein Powerplay liegen. Das zweite brachte statistisch gesehen auch keinen Treffer, doch ehe sich die Gäste nach dem Auffüllen sortieren konnten, fand Enrico Saccomani mit einem passgenauen Handgelenksschuss die Lücke zum 4:2 (51.). Die Gäste mühten sich, konnten aber keine klaren Chancen verbuchen. Doch dann schlug Jonas Gerstung zu und erzielte den 3:4-Anschlusstreffer nach einem Füchse-Lapsus in der eigenen Zone. Ging da noch was für die Drachen? Nein! Einer der Akteure des Abends besorgte die Entscheidung: Michael Fomin nimmt die Scheibe im Slot direkt und schweißt sie ein (58.). In der Schlussminute eilte dann noch mal Sandis Zolmanis davon, der Justin Spiewok ausguckte und mit seinem 6:3 und Scorerpunkt Nummer 3 am Abend den Schlusspunkt setzte.

Im Mitteldrittel drohte das Spiel zu kippen, doch gerade rechtzeitig fingen sich sie Füchse, um schlussendlich und insgesamt verdient 3 Punkte einzufahren.

Frank Petrozza fasste nach dem Spiel wie folgt zusammen:

„Im ersten Drittel hätten wir mit 3:0 oder 4:0 führen müssen. […] Doch danach hat Erfurt das gut gemacht, während wir viel zu locker gespielt haben. Der Knackpunkt war, dass wir nach dem 1:2 so schnell zwei Tore erzielt haben.“

Die Füchse springen durch den Erfolg vorerst auf Rang 3, eine schöne Momentaufnahme! Man of the Match auf Seiten der Füchse wurde Goalie Marko Brlic, der stark in die Bresche sprang.

Am Sonntag werden die Füchse dann am Pferdeturm von den Indians gefordert, die sicherlich mit Wut im Bauch ihre Derbyniederlage vom Freitag gegen die Scorpions vergessen machen wollen.

Statistik

▶️ Füchse – Erfurt 6:3 (1:0)(2:2)(3:1)

🥅 Tore:
1:0 (01:04) Haarala (Zolmanis)
1:1 (35:45) Berger (Lagace)
1:2 (38:04) Potvin (Herrschaft)
2:2 (38:29) Fomin (Schitz, Strauß)
3:2 (39:19) Üffing (Zolmanis, Kuschel)
4:2 (51:03) Saccomani (Schitz, Fomin)
4:3 (56:31) Gerstung (Potvin, Herrschaft)
5:3 (57:45) Fomin (Üffing)
6:3 (59:38) Zolmanis (Kuschel, Frick)

🏒 Schüsse: EVD 57 ⏸️ BDE 31
®️ Perlitz, Haack
⛔️⏱️ Strafminuten: EVD 0 ⏸️ BDE 8
🏟️ Zuschauer: 1004