Der Nachbericht wird präsentiert von Mondlicht Bücher.

Marko Brlic gab auch am Sonntag den starting goalie, nachdem er am Freitag als Man of the Match seinen Anteil am Sieg hatte. Aaron Kaiser reiste als Back-Up mit. Für Maximilian Strauß, der für ein wichtiges DNL-Spiel der Young Roosters gebraucht wurde, kam Bence Farkas in Reihe 3.

Die Füchse kamen in den ersten Wechseln gut in die Partie und brachten einige Scheiben auf den Kasten von Timo Herden.
In der Folge rissen die Indians aber das Heft des Handelns an sich. Pompei scheiterte nach einer Hereingabe knapp (4.), in einem Überzahlspiel vereitelte Nicklas Mannes so eben ein gefährliches Zuspiel. Nach dem Powerbreak hatten die Füchse dann binnen weniger Sekunden 2 Topchancen, die sie ungenutzt ließen: Enrico Saccomani vor dem Tor gleich doppelt und Philippe Sanche bei einem Break alleine zum Torwart.
Doch dann gingen die Indians in Führung, als Schingoethe Marko Brlic hoch im kurzen Eck erwischte (12.).

Die Indians hatten insgesamt etwas mehr von diesem Drittel, Kabitzky scheiterte nach schöner Passstafette (15.), waren aber nicht zwingend genug. So kamen die Füchse in der 19. Minute zum Ausgleich, als Philip Kuschel einen Fehlpass von McNeely aufnahm und per Rückhand erfolgreich abschloss. Das Drittelende gehörte den Füchsen, die mit dem letzten Wechsel fast noch das 2:1 erzielt hätten und sich somit das Unentschieden nachträglich verdienten. Michael Fomin hielt es im Pauseninterview einfach und gab als Erfolgsrezept lapidar aus, mehr Tore als der Gegner schießen zu müssen.

Und diese Vorgabe schienen die Füchse rasch umsetzen zu wollen. Von Beginn des Mittelabschnitts an die Füchse mit viel Dampf und Torchancen, die beste vergab Pascal Grosse, der den Puck ans Lattenkreuz donnerte. Der Druck der Gäste zwang die Hausherren zu einer Strafe, Edwin Schitz nutzte das Powerplay dann nach Pass von Michael Fomin zur Führung (24.).

Auf der andere Seite scheiterte der auffälligste Indianer Schingoethe auch am Torgestänge (27.). Kurz darauf traf Indians-Topscorer Pompei dann genauer und zum Ausgleich. Das Spiel wurde temporeicher und körperbetonter. Den Einsatz übertrieb dann Tobin Brandt, der wegen unkorrekten Körperangriffs eine 5-Minuten-Strafe erhielt. Die Füchse verteidigten mit Glück und Verstand. Als sich Michael Fomin in der gegnerischen Zone dann eine weitere Strafe einfing, war das Glück bei 5-gegen-3 den Füchsen nicht mehr Hold. Anderson brachte die Indians in Führung (33.). Kurios dann die 35. Spielminute: erst verpasste Pompei das leere Tor, im Gegenzug schlenzte Santeri Haarala dann den Puck maßgenau in die kurze Ecke. Glücklich in der Entstehung, aber ein insgesamt verdienter Ausgleich. Weitere Strafen und kleinere Kampfeinlagen gab es zum Drittelende und für Luis Üffing bei einem Alleingang die große Chance zur erneuten Führung. Doch es blieb beim 3:3 nach einem wilden 2. Drittel mit kämpferisch überzeugenden Füchsen.
Das letzte Drittel begann wieder mit dem Klang des Torgestänges: Santeri Haarala setzte im Powerplay einen Schuss an den Pfosten. Die Füchse fighteten und hielten die Indians gut vom eigenen Tor fern. Und in Minute 48 gab es wieder Grund zum Jubeln: Santeri Haarala setzte nach, bediente Michael Fomin, und unser Topscorer trifft zum 3:4. Die Füchse verteidigten dann clever ohne große Chancen zuzulassen. Mit einem Überzahlspiel kurz vor dem Ende hatten die Indians dann die Gelegenheit auszugleichen, doch die Füchse hielten dicht, auch dank Marko Brlic, dem Fels in der Brandung. Luis Üffing machte dann den Deckel drauf und traf ins leere Tor, da die Indians Timo Herden zugunsten eines sechsten Feldspielers zogen.

Ein verdienter Sieg cleverer Füchse, die zwar auch glücklich Druckphasen überstanden, aber letztendlich weniger Fehler machten und offensiv gefährlich und effektiv waren.
Coach Frank Petrozza resümierte auf der Pressekonferenz: „Es war ein hart umkämpftes Spiel – fast wie in den Playoffs. […] Der Schlüsselpunkt war die vergebene Chance zum 4:2, im Gegenzug wirst du bestraft. So ist das manchmal.
Die letzten 20 Minuten waren Kampf pur.
Marko Brlic war überragend. Ein Kompliment an meine Mannschaft, sie hat großen Charakter gezeigt. Vielleicht liegen ja noch ein paar Spieler unter dem Weihnachtsbaum, dann werden wir noch besser.“ Neben Marko Brlic drückte Goldhelm Michael Fomin mit 5 Punkten am Wochenende seinen Stempel auf die Scoresheets.

Die Füchse bleiben durch das 6-Punkte-Wochenende oben dabei auf Rang 3. Nächsten Freitag ist dann Derby-Zeit. Die Füchse sind dann zu Gast in Herne.
Wir hoffen auf viele Füchse-Fans, denn der Zug hat keine Bremse!

Statistik

▶️ Indians – Füchse 3:5 (1:1)(2:2)(0:2)

🥅 Tore:
1:0 (11:17) Schingoethe (Reinig, Pompei)
1:1 (18:48) Kuschel (Zolmanis, Üffing)
1:2 (23:18) Schitz (Fomin, Saccomani) 5-4
2:2 (26:56) Pompei (Schingoethe, McNeely)
3:2 (32:37) Alderson (Schingoethe, Pompei) 5-3
3:3 (34:57) Haarala (Saccomani, Zolmanis)
3:4 (47:55) Fomin (Haarala, Frick)
3:5 (59:31) Üffing ENG

🏒 Schüsse: HIN 24 ⏸️ EVD 29
®️ Schmidt, Licau
⛔️⏱️ Strafminuten: HIN 10 ⏸️ EVD 10 + 5 Brandt
🏟️ Zuschauer: 2324