Jana, du hast im vergangenen Jahr eine schwere Zeit durchgemacht. Welche Form von Krebs hattest du und wie lange hat dein Weg bis zur Genesung ungefähr gedauert?
Ich habe am 21. Mai 2025 die Diagnose Brustkrebs erhalten. Seit dem 14. April 2026 bin ich in Remission. Von einer Heilung oder vollständigen Genesung spricht man bei Krebs meist erst nach fünf Jahren. Die Hauptbehandlung mit Chemotherapien, Operationen und Bestrahlungen habe ich aber hinter mir.
Wie bist du zu den Füchsen gekommen und wie ist diese Verbindung entstanden?
Meine Eltern sind früher immer mal wieder beim Eishockey gewesen, dadurch kam irgendwann auch bei mir das Interesse auf. In der Saison 2024/25 habe ich dann häufiger gemeinsam mit meinem Vater Spiele der Füchse besucht. Da wir in Duisburg wohnen, bot sich das natürlich an – und wir haben immer mehr Freude daran gefunden.
Mit der Zeit wurde das Eishockey zu unserem gemeinsamen Hobby – egal, ob von der Couch aus oder direkt in der Halle.
Welche Bedeutung hatten die Füchse und die Gemeinschaft rund um den Verein während und auch nach deiner Erkrankung?
Die Füchse hatten während meiner Erkrankung eine sehr starke Bedeutung für mich. In der Saison 2024/25 habe ich zum ersten Mal die damalige Aktion rund um Pink in the Ring mitbekommen und war sofort begeistert. Das dazugehörige Trikot habe ich mir gekauft und geliebt, es zu tragen. Dass ich dieses Trikot in der Saison 2025/26 quasi für mich selbst tragen würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht.
Während meiner Behandlung war der Weg in den Fuchsbau für mich fast der wichtigste Schritt. In den zweieinhalb Stunden vor Ort war ich nicht krank. Ich konnte alle schlechten Gefühle vor der Tür lassen, abschalten und auf andere Gedanken kommen.
Dabei habe ich unglaublich nette und tolle Menschen kennengelernt. Aus einigen dieser Begegnungen sind mittlerweile Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.
Die Füchse und alle Menschen vor Ort haben mir unglaublich viel Kraft gegeben und mir geholfen, diese schwere Zeit zumindest teilweise mit einem Lächeln durchzustehen. Selbst bei meinen Operationen waren die Füchse an meiner Seite. Im Krankenhaus wurden die Spiele geschaut, und durch die Freude, aber natürlich manchmal auch die Wut an den Spieltagen, hatte ich immer eine zusätzliche Motivation aufzustehen und vor die Tür zu kommen.
Ich wollte keine Emotion in der Halle verpassen, weil ich dadurch auf andere Gedanken kommen konnte.
Die Füchse konnten nicht alles Schlechte von mir fernhalten, aber sie haben meinen Weg auf jeden Fall ein kleines Stück leichter gemacht.
Hat dir die Gemeinschaft vielleicht auch dabei geholfen, wieder ins Leben zurückzufinden?
Auf jeden Fall. Gerade während der Behandlung gab es viele Tage, an denen sich sehr viel um Krankheit, Untersuchungen und die nächste Behandlung gedreht hat. In der Halle war das für ein paar Stunden anders. Da ging es um Eishockey, Emotionen, gemeinsame Erlebnisse und Menschen, die mich nicht nur als „die mit der Krebserkrankung“ gesehen haben.
Das hat mir unglaublich gutgetan. Die Spiele waren für mich ein Stück Normalität – und diese Normalität war während dieser Zeit unglaublich wertvoll.
Und was bedeutet es für dich ganz allgemein, jetzt selbst Teil dieser Trikotpräsentation im Rahmen von „Pink in the Ring“ zu sein?
Mir bedeutet es unglaublich viel, selbst Teil der Aktion und der Trikotpräsentation zu sein. Ich bin einfach unglaublich dankbar, glücklich und natürlich auch aufgeregt.
Brustkrebs ist für mich nicht nur irgendeine Krankheit, sondern Teil meiner eigenen Geschichte. Wenn wir gemeinsam dazu beitragen können, dass Menschen sich mit dem Thema auseinandersetzen, zur Vorsorge gehen oder sich mit ihrer Erkrankung nicht alleine fühlen, dann bedeutet mir das sehr viel.
Und dass ich das gemeinsam mit den Füchsen machen darf – mit einem Verein, der mir in einer meiner schwersten Zeiten so viel bedeutet hat – macht das alles noch unglaublicher.
Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles erdenklich Gute, liebe Jana!
Wer mehr über Jana und ihre Geschichte erfahren möchte, hat außerdem die Möglichkeit, in der kommenden Podcast-Folge von „Late Hit“ noch mehr über ihren persönlichen Weg, ihre Erfahrungen und ihre besondere Verbindung zu den Füchsen zu erfahren.